Laufwasserkraft für die Grundlast
Über Jahrhunderte nutzten die Menschen die Kraft des Wassers zum Antrieb von Mühlen und Hammerwerken.
Heute wird die Wasserkraft kommerziell nur noch für die Erzeugung von Elektrizität genutzt. Laufwasser-Kraftwerke in Thüringen und Sachsen produzieren bei Vollbetrieb rund zehn Megawatt Strom aus regenerativer Quelle. Abhängig allein vom Stand des Wassers ist dies eine verlässliche Stromquelle zur Abdeckung der stetigen Stromnachfrage.
Stromerzeugung in Thüringen entlang der Saale
Entlang des thüringischen Teils der Saale drehen sich die Turbinen der Laufwasserkraftwerke Wisenta (3,76 Megawatt), Eichicht (3,4 Megawatt) sowie Burgkhammer (2,16 Megawatt). Das mit 80 Kilowatt kleinste Kraftwerk an der Saale – im landschaftlich reizvollen Ziegenrück gelegen – dient nicht nur der Stromerzeugung: Integriert in ein Museum lassen sich hier die Anfänge der Stromerzeugung und die Geschichte der Wasserkraft verfolgen und erleben.
Kleine Brüder leistungsstarker Pumpspeicheranlagen
Kleinere Laufwasser-Kraftwerke betreibt Vattenfall im thüringischen Goldisthal an der Schwarza (770 Kilowatt) sowie im sächsischen Markersbach an der Großen Mittweida (250 Kilowatt). Wie die Staubecken der Laufwasser-Kraftwerke Wisenta und Eichicht liegen auch diese beiden Kraftwerke am Überlauf der Unterbecken leistungsstarker Pumpspeicher-Anlagen. Die größeren Kraftwerke pumpen dann das im Tal gestaute Wasser über Nacht in höher gelegene Becken und stellen damit tagsüber schnell verfügbare Regelenergie bereit.
Detaillierte Informationen zu den Kraftwerken
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