Das Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel in Berlin
Eine neue Kraftwerksgeneration für den Klimaschutz
Das derzeit im Bau befindliche Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel ist ein Meilenstein auf dem Weg zum verstärkten Einsatz regenerativer Energien: Das Heizkraftwerk im Berliner Bezirk Reinickendorf ist das erste Vattenfall-Kraftwerk in der Hauptstadt, das ausschließlich auf den Brennstoff Biomasse setzt.
Seit über 40 Jahren versorgt das Fernheizwerk im Berliner Norden das Märkische Viertel zuverlässig mit Strom und Wärme. Aktuell wird das bestehende Fernheizwerk umgestaltet, um eine neue, hochmoderne Biomasse-Anlage in das traditionsreiche Fernheizwerk zu integrieren: Biomassekessel, Turbine und Generator werden passgenau in das denkmalgeschützte Gebäude in der Wallenroder Straße 2 eingefügt und das fertige Heizkraftwerk abschließend an das vorhandene Wärmenetz angeschlossen. Die Anlage wird über eine Heizleistung von 18 Megawatt verfügen und Strom mit bis zu fünf Megawatt Leistung ins Stromnetz einspeisen.
Mit dem Umbau der Altanlage zu Vattenfalls erstem Berliner Biomasse-Heizkraftwerk geht das Unternehmen unter anderem auf den sich wandelnden Energiebedarf seines größten Kunden in der Region Reinickendorf, der Wohnungsgesellschaft Gesobau AG, ein. Gesobau plant, bis zum Jahr 2015 rund 13.000 Wohnungen im Märkischen Viertel energetisch zu sanieren und zu Deutschlands größter Niedrigenergiesiedlung umzubauen.
Ab Mitte 2013 soll die neue Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Betrieb gehen und etwa 30.000 Wohnungen, Industriebetriebe und öffentliche Einrichtungen des Märkischen Viertels umweltfreundlich und weitestgehend klimaneutral mit Warmwasser und Fernwärme versorgen. Mit dem Bau des Biomasse-Heizkraftwerks unterstreicht Vattenfall die Wichtigkeit der Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin sowie der Klimapartnerschaft mit der Gesobau.
Das Holz, das in der neuen Anlage in Form von Holzhackschnitzeln verfeuert werden soll, stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Darauf hatten sich Vattenfall und das Land Berlin im Frühjahr 2011 in einer Vereinbarung über die Nachhaltigkeit der Biomassebeschaffung geeinigt. Langfristige Lieferverträge stellen Menge und Qualität sowie die ökologische Nachhaltigkeit sicher. Mit dem Einsatz naturbelassener Holzhackschnitzel als Brennstoff können pro Jahr bis zu 26.000 Tonnen an Treibhausgas-Emissionen eingespart werden.
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