Wasserkraft
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Unser Ansatz: Vattenfall wird sich weiterhin im Bereich Wasserkraft engagieren, wobei – soweit möglich – in Mittel- und Westeuropa Wachstum über Akquisitionen erzielt werden soll.
Die Nummer eins unter den erneuerbaren Energien
Wasserkraft ist die wichtigste erneuerbare Energiequelle, sowohl für Vattenfall als auch im Energiemix der EU.
Seit der Gründung von Vattenfall im Jahr 1909 – damals zur Verwaltung der Investitionen der schwedischen Regierung in die Wasserkraft – spielt diese Energieform eine Schlüsselrolle für Vattenfall und für Schweden insgesamt.
Heute besitzt und betreibt Vattenfall konzernweit mehr als 100 Wasserkraftwerke. Die meisten davon befinden sich Schweden. Der Anteil der Wasserkraft an der gesamten Stromerzeugung von Vattenfall macht rund 20 Prozent aus.
Elektrische Energie aus Wasserkraft entsteht durch die Bewegung von Wasser. Dies geschieht meist, indem die potenzielle Energie genutzt wird, die das Wasser in seinem natürlichen Kreislauf ansammelt: Durch Verdampfen und Niederschlag entstehen Gletscher und Seen, aus denen das Wasser in Form von Flüssen zurück ins Meer fließt. Um hieraus elektrische Energie zu gewinnen, werden die Fließgewässer gestaut. Dadurch lässt sich der Durchfluss kontrollieren. Das Wasser wird dann über eine Turbine auf eine niedrigere Ebene geleitet. Die Turbine wird durch das fließende Wasser in Bewegung gesetzt und treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Je größer der Höhenunterschied zwischen Staustufe und Turbine und je größer die Wassermenge, desto höher ist die Kapazität.
Wasserkraft lässt sich leicht regulieren und generiert Energie, sobald das Wasser abgelassen wird. Sie ist nicht von kurzfristigen Wetteränderungen abhängig und benötigt keine zeitraubenden, technisch komplexen Anfahrprozesse der Kraftwerksanlage. Daher lässt sich Wasserkraft sowohl zur Grundlastsicherung (also zur Erzeugung von Strom, der kontinuierlich benötigt wird) als auch als Regelkraft (also zur Erzeugung von Strom, der für einen schnellen Ausgleich bei Schwankungen in der Stromnachfrage benötigt wird) nutzen.
Mit Pumpspeicherkraftwerken lässt sich Energie speichern und ein Ungleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage von Strom ausgleichen. Bei hoher Stromerzeugung und geringem Verbrauch wird der überschüssige Strom im Netz dazu genutzt, Wasser in ein Speicherbecken zu pumpen. Bei hoher Nachfrage und zu geringer Stromproduktion wird das Wasser abgelassen, um mehr Strom zu erzeugen.
Wasserkraft ist eine zuverlässige und kosteneffiziente erneuerbare Energiequelle, die keine klima- oder umweltschädigenden Emissionen verursacht. Doch Staudämme haben Auswirkungen auf den Wasserfluss und damit auf das Tier- und Pflanzenleben in den Flüssen, besonders bei Wanderfischen. Die Energieunternehmen arbeiten hart daran, diese Auswirkungen zu minimieren und abzufedern.
Länder wie Norwegen, Schweden, Frankreich und Österreich, die über große Höhenunterschiede in der Landschaft und geeignete Fließgewässer verfügen, beziehen große Anteile ihres Energiemixes aus der Wasserkraft. Andere Länder wie Dänemark und Polen haben komplett andere landschaftliche Bedingungen und müssen deshalb auf andere Energiequellen zurückgreifen.
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