Kohle

Als effizienter und preiswerter Energieträger gewährleistet Kohle eine stabile Stromerzeugung in großem Umfang.

In Kraftwerken werden die zwei Kohlesorten Braunkohle und Steinkohle verwendet. Braunkohle entstand unter hohem Druck aus ehemaligen Sumpfwäldern vor 15 bis 20 Millionen Jahren. Die Entstehung von Steinkohle erfolgte auf gleiche Weise. Diese Kohlesorte war jedoch weitere 300 bis 350 Millionen Jahre dem Druck und der Hitze ausgesetzt, die tief im Erdinneren herrschen. Aus diesem Grund verfügt Braunkohle über einen Kohlenstoffgehalt von rund 30 Prozent, während Steinkohle einen Gehalt von 80 Prozent aufweist.

Energiedreieck

Bei der Energieversorgung muss ein Gleichgewicht auf den drei Schlüsselebenen Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit sowie Umwelt und Klima hergestellt werden. Es gibt keine Energiequelle, die den drei Ebenen allein gerecht werden kann. Dieses Energiedreieck veranschaulicht die Vor- und Nachteile von Kohlekraft.

Versorgungssicherheit: Kohlekraftwerke gewährleisten eine stabile Stromerzeugung in großem Umfang. Unter den fossilen Brennstoffen ist Kohle ausreichend in vielen Teilen der Welt vorhanden. Die Versorgung ist somit jederzeit und ohne Lieferengpässe gesichert.

Wettbewerbsfähigkeit: Kohlekraft kann zu wettbewerbsfähigen Kosten produziert werden. Die Treibstoffkosten sind niedrig und die Kohlemärkten funktionieren gut. Der Kostenaufwand für Technologien zur Senkung der CO2-Emissionen aus Kohlekraftwerken ist jedoch hoch.

Klima und Umwelt: Kohlekraftwerke stoßen viel CO2 aus. Der Kohleabbau verändert zudem erheblich die Landschaft und die Infrastruktur. Ehemalige Tagebaustätten müssen rekultiviert werden. Erhebliche Bemühungen werden unternommen, um die klimatischen Auswirkungen von Kohlekraftwerken zu begrenzen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von sauberen Kohletechnologien, um den CO2-Ausstoß zu verringern.