Die Zukunft der Kernenergie

Die europäische Forschung, die eine Schlüsselrolle im Bereich Kerntechnik einnimmt, legt den Schwerpunkt unter anderem auf die Abfallentsorgung und die Verminderung des Brennstoffverbrauchs.

In bestehenden Reaktoren kann nur ein kleiner Teil des verfügbaren Kernbrennstoffs genutzt werden. Der entstehende Energieüberschuss kann allerdings nur erfasst werden, wenn abgebrannte Brennstäbe neu aufgearbeitet und im Brennstoffkreislauf wiederverwertet werden. Durch die Optimierung von Reaktorkonzepten oder die Bereitstellung verbesserter Möglichkeiten der Wiederaufbereitung und Wiederverwendung von Kernbrennstoffen könnte das Aufkommen gefährlicher Abfälle reduziert und verfügbare Uranressourcen optimaler genutzt werden.

Die nächsten Generationen

Die Entwicklung von Kernreaktoren wird in Generationen aufgeteilt. Moderne Reaktoren, die derzeit in Betrieb sind, gehören der dritten Generation an. Heute befinden sich Reaktoren der Generation III+ im Bau, bei denen moderne Technologien mit zukunftsweisender Technik verbunden werden.

Künftige technologische Entwicklungen beziehen sich auf die Generation IV, die erst in vielen Jahrzehnten in Betrieb genommen wird.

Fusionsenergie

Grundlage der Fusionsenergie ist die Verbindung von zwei leichten Kernen zu einem schwereren Atomkern. Durch die Fusion wird viel Energie in Form von Wärme freigesetzt, die zur Stromerzeugung genutzt werden kann.

Die Vorteile der Fusionsenergie sind, dass unter Verwendung von preisgünstigen, gewöhnlichen Stoffen unglaublich hohe Energiemengen erzeugt werden können und dass nach der Produktion keinerlei gefährliche Abfälle zurückbleiben. Zu den Nachteilen dieser Energieart gehört, dass der Produktionsprozess extrem hohe Temperaturen erforderlich macht, deren Kontrolle schwierig ist. Obwohl Fusionsenergie seit den 1950er Jahren erforscht wird, ist bis heute unklar, wann und ob Fusionsenergie wirtschaftlich verwertbar sein wird.