Energie aus Sachsen setzt Maßstäbe

Am Energiestandort Boxberg greifen modernste Kraftwerkstechnik, höchste Effizienz und damit auch größtmögliche Ressourcenschonung ineinander. Den besten derzeit möglichen technischen Standard repräsentiert Vattenfalls neuer Kraftwerksblock R.

 

Die Kraftwerker sind zufrieden: Bis heute hat der Block R am Braunkohlenkraftwerksstandort Boxberg in Sachsen alle Erwartungen erfüllt.

 

Braunkohlenkraftwerk_Boxberg_Block_RRund eine Milliarde Euro hat Vattenfall in das Bauprojekt investiert. Ende 2012 wurde der 675 Megawatt-Kraftwerksblock in Betrieb genommen. Bauzeit: 5 ½ Jahre. Zeitweise waren bis zu 1.700 Facharbeiter aus 31 Nationen auf der Baustelle beschäftigt. Versorgt wird Block R künftig mit Braunkohle aus den Tagebauen Reichwalde und Nochten. 



Flexible Stütze für Netz und Ökostrom
Vattenfalls Kraftwerke erweisen sich zunehmend als flexible Stütze für Netz und Ökostrom: Heimische Braunkohle garantiert Versorgungssicherheit. Dank Block R wird Vattenfall auch die künftig erforderliche Grundlast leisten können. Dieses flexible Kraftwerk in Boxberg steht für zuverlässige Stromversorgung.

Mit einem Wirkungsgrad von 43,7 Prozent gehört die Anlage zu den modernsten in der Braunkohlenverstromung. Das heißt: Block R braucht deutlich weniger Kohle als Anlagen vergleichbarer Größe und erzeugt dennoch dieselbe Menge Strom. Das bedeutet au��erdem eine geringere CO2-Emission.




Starke Leistung für die Region
Alle Boxberger Kraftwerksblöcke sorgen seit Jahren für eine stabile bis steigende Stromerzeugung. Technisch und wirtschaftlich ist das auch noch weitere 50 Jahre möglich. Das spiegelt sich in mehr als 7.000 Volllaststunden im Jahr wider.

Zusammen mit Block R stellt der Kraftwerksstandort Boxberg nun insgesamt 2.575 Megawatt zur Stromerzeugung bereit. Damit können mehr als vier Millionen Haushalte sicher versorgt werden. Im Braunkohlenbergbau und der Stromerzeugung aus Braunkohle beschäftigt Vattenfall in Sachsen und Brandenburg mehr als 8.000 Mitarbeiter, dabei etwa 600 Auszubildende.




Block R - Die ersten 365 Arbeitstage
Seit Januar 2013 stellt Block R seine komplette Leistung - also 675 Megawatt – für die Stromerzeugung bereit.

Das Jahr wurde außerdem zur weiteren Optimierung der Anlage genutzt: Schrittweise wurde getestet, wie weit sich die Mindestlast absenken lässt, ohne den Kessel ganz abfahren zu müssen.

Das Ergebnis: Eine Mindestlast von 310 Megawatt lässt sich erreichen; dafür ist die Anlage ausgelegt. Und sogar bei einer weiteren Absenkung auf 200 Megawatt ist ein stabiler Betrieb von Block R möglich.

Block R: Ein Jahr im Vollbetrieb


Vattenfalls flexibler Kraftwerkspark
Damit gliedert sich der Boxberger Block R sehr gut in Vattenfalls flexiblen Braunkohlenkraftwerkspark ein und ist gleichzeitig verlässlicher Partner der erneuerbaren Energieerzeuger.

Fast jeden dritten Tag war das regulierende Eingreifen der Kraftwerksanlagen gefragt, um die schwankenden Einspeisungen von Solar- und Windstrom auszugleichen. Schließlich musste die Netzfrequenz stabil bei 50 Hertz gehalten werden. Insgesamt stellen die vier Vattenfall Kraftwerksstandorte ein Regelpotential von 5.900 Megawatt zur Verfügung.

Vattenfalls flexibler Kraftwerkspark


Flammenwächter im Einsatz
Vattenfalls Braunkohlenkraftwerke sollen noch flexibler werden. So sollen zum Beispiel neue Bauteile und Materialien eingesetzt werden, die weniger träge auf Temperaturänderungen reagieren. Neue „Flammenwächter“ werden eingesetzt, mit denen sich auch bei geringer Brennstoffzufuhr das Kohlefeuer im unteren Lastbereich sicher überwachen lässt. Außerdem sollen künftig Trockenbraunkohle-Zündbrenner genutzt werden. Vorerst erprobt Vattenfall diese an einem Dampferzeuger am Kraftwerksstandort Jänschwalde.

Flammenwächter am Block Q des Kraftwerks Boxberg