Die Zukunft der Solarenergie

Innovative Technologien und geringere Kosten werden die Stellung der Solarenergie auf dem Energiemarkt weiter stärken. Deshalb ist zu erwarten, dass Solarenergie eine wichtige Rolle in der künftigen Energielandschaft spielen wird.

Solarenergie nach dem Swanson-Gesetz immer günstiger

Seit Beginn der Entwicklung von Solarzellen sind die Produktionskosten stetig gesunken. Mit jeder Verdoppelung der Produktionskapazität von Solarzellen sinken die Kosten um rund 20 Prozent. Diese als „Swanson’sches Gesetz“ bezeichnete Beobachtung hat dazu geführt, dass der Durchschnittspreis pro Watt Peak von über 100 US-Dollar in den 1970er Jahren auf heute (weit) unter einen US-Dollar gefallen und Solarenergie für die breite Öffentlichkeit und eine kommerzielle Nutzung verfügbar geworden ist.

Bei Hochrechnung dieser Entwicklung auf die kommenden Jahrzehnte ist mit weiter sinkenden Kosten für Solarenergie zu rechnen. Jeder Kostenrückgang beschleunigt den Einsatz der Technologie, was wiederum zu einem neuerlichen Preisrückgang führt usw., so dass sich beide Effekte gegenseitig antreiben. Die Internationale Energieagentur erwartet einen Rückgang der Durchschnittskosten auf fünf bis acht US-Cents pro kWh im Jahr 2050. An einigen (sonnigen) Orten auf der Welt wird Solarenergie derzeit jedoch bereits zu noch geringeren Kosten produziert. In jedem Fall ist sicher davon auszugehen, dass Solarenergie einer der zentralen Bausteine der künftigen Energielandschaft werden wird.

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„Technologie-Roadmaps der IEA für Solarstrom“, PDF (in Englisch)

Technische Entwicklungen im Bereich Solarenergie

Wissenschaftler, Forscher und die Industrie unternehmen weltweit große Anstrengungen, um Solarenergie in Zukunft besser, günstiger und leichter nutzbar zu machen.

Die technische Leistung von Solarzellen wird ständig verbessert. Eine heutige kommerzielle Solarzelle ist in der Lage, 18 bis 20 Prozent des einfallenden Lichts aufzunehmen. Die Leistung der Zellen ist seit Beginn ihrer Entwicklung ständig gestiegen und wird auch in Zukunft weiter zunehmen. Der Rekord bei der Moduleffizienz liegt im Labor derzeit bei nahezu 35 Prozent. Module mit solchen Effizienzwerten sind zwar derzeit noch nicht im Handel erhältlich, dürften aber künftig für jedermann kommerziell verfügbar werden.
Zudem wird die Nutzung von Photovoltaikenergie im täglichen Leben durch die Entwicklung vielfältiger neuer Technologien und Anwendungen erweitert. Bereits heute sind kleine Solarzellen in einfachen Gegenständen wie Taschenlampen oder Rucksäcken zu finden. In Zukunft könnte es zu einem gewohnten Bild werden, dass Solarenergie auf Straßen, in Wasserbecken oder sogar in Flugzeugen erzeugt wird. Rucksäcken zu finden. In Zukunft könnte es zu einem gewohnten Bild werden, dass Solarenergie auf Straßen, in Wasserbecken oder sogar in Flugzeugen erzeugt wird.

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„Solarstrom aus der Straße“ (in Englisch)

„Solarflug“ (in Englisch)

Kombination mit Energiespeicherung entscheidend

Der Vorteil der Solarenergie besteht darin, dass sie zu der Zeit erzeugt wird, zu der sie am meisten genutzt wird: tagsüber. Aber auch in den dunklen Stunden soll Solarenergie nutzbar sein und in technischer Hinsicht gilt es, hohe Spitzen im Energienetz an sehr sonnigen (und windigen) Tagen zu vermeiden. Verlässliche und bezahlbare Energiespeicherlösungen helfen dabei und sind daher ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Solarenergie.

In Zukunft wird Energie voraussichtlich auf unterschiedlichste Weise gespeichert: Dabei kann es sich um eine dezentrale Lösung (zu Hause) handeln, zum Beispiel im Elektroauto, oder um eine zentrale Lösung, beispielsweise mit einer Batterie in einem Solarpark oder in einer „Superbatterie“ auf Basis von (CO2-neutralem) Ammoniak nahe einem Windpark oder Kraftwerk.

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„Großbatterien neue Geschäftsmöglichkeit in Deutschland“ (Englisch)

„Niederländische Gaskraftwerke künftig fossilfrei?“