Windkraft

Windkraft erzeugt keine Treibstoffkosten oder CO2-Emissionen und ist die am schnellsten wachsende Energiequelle in der EU.

In den letzten 15 Jahren hat sich Windkraft von einer Technologie, die wenig Investoren anzog, zu einer technischen Innovation entwickelt, die in der gesamten EU auf breites Anlegerinteresse stößt. Die installierte Windkraftkapazität in der EU hat sich versechsfacht - von 2,4 Prozent im Jahr 2000 auf 15,6 Prozent in 2015. Die gesamte installierte Windkraftkapazität lag Ende 2015 bei 142 GW und deckt damit 11,4 Prozent des Stromverbrauchs in der EU.

Deutschland und Spanien - die größten Windkraftländer in Europa

Bezogen auf die installierte Kapazität sind Deutschland und Spanien mit einem Drittel bzw. einem Sechstel der europäischen Windkraft die größten Windkrafterzeuger Europas. Weltmarktführer ist China mit einem Anteil von einem Drittel an der globalen Windkraftkapazität.

In Bezug auf den Anteil von Windkraft an der gesamten Stromerzeugung liegt Dänemark unter allen Erzeugerländern weltweit an der Spitze. 2015 erzeugte Dänemark 42 Prozent seines Stroms aus Windturbinen und brach damit seinen eigenen Weltrekord von 39 Prozent aus dem Jahr 2014.

Wind braucht Ausgleichsenergie

Windturbinen können nur bei ausreichender Windgeschwindigkeit Strom erzeugen. Ist der Wind nicht stark genug, kommen als Ausgleichsenergie andere Energiearten zum Einsatz.

Die Planung, das Genehmigungsverfahren und der Bau von Windkraftanlagen stellen in weiten Teilen Europas einen langwierigen Prozess dar. So können von der ersten Planungsphase bis zum Baubeginn eines Projekts zwei bis 15 Jahre vergehen. Die Länge des Zeitraums hängt in erster Linie von den Genehmigungsverfahren ab.

Energiedreieck

Bei der Energieversorgung muss ein Gleichgewicht auf den drei Schlüsselebenen Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit sowie Umwelt und Klima hergestellt werden. Es gibt keine Energiequelle, die den drei Ebenen allein gerecht werden kann. Dieses Energiedreieck veranschaulicht die Vor- und Nachteile der Windkraft.

Klima und Umwelt: Windkraft ist ein erneuerbarer Energieträger, der über den gesamten Lebenszyklus relativ geringe Kohlendioxidemissionen freisetzt. Windturbinen verändern indes das Landschaftsbild und die Geräusche, die beim Betrieb von Windkraftanlagen entstehen und stellen für manche Menschen eine Beeinträchtigung dar.

Versorgungssicherheit: Windressourcen sind erneuerbar. Die Windkraft hängt jedoch vom Windaufkommen ab, und im Fall extrem hoher Windgeschwindigkeit muss die Stromerzeugung vorübergehend eingestellt werden. Für neue Windkraftanlagen werden daher vornehmlich Standorte ausgewählt, die ein zuverlässiges und vorhersehbares Windaufkommen bieten.

Wettbewerbsfähigkeit: Bei der Erzeugung von Windkraft entstehen keine Treibstoffkosten. Aufgrund des erheblichen Kostenaufwands und der erforderlichen Investitionen in die Netzwerkkapazität für neue Windparkanlagen sind die Gesamtkosten pro erzeugter Kilowattstunde jedoch relativ hoch. Die Windkraft ist aus diesem Grund stark auf Unterstützungssysteme angewiesen. Der Investitionsaufwand für Offshore-Windparks ist dreimal so hoch wie die Kosten für Anlagen an Land. Dank technologischer Innovationen und der Verteuerung der CO2-Emissionen werden die Kosten von Windkraft jedoch zunehmend wettbewerbsfähiger sein.