Die Zukunft der Windkraft

Der Schwerpunkt von Forschung und Entwicklung liegt auf der Optimierung von Windparkanlagen, um deren Zuverlässigkeit, Umweltverträglichkeit und Effizienz zu steigern.

Seit dem Bau der ersten Windkraftanlagen Ende der 1970er Jahre wurden weitreichende technologische Fortschritte erzielt. Die Rotorblätter sind heute 16-mal größer und die Windparks produzieren 100-mal mehr Strom.

Mehr Windparks vor der Küste

Einer der Gründe für die gesteigerte Turbinengröße besteht darin, dass Windkraftanlagen vermehrt vor der Küste gebaut werden. Offshore-Standorte bieten höhere Windgeschwindigkeit und es besteht weniger Gefahr, dass es zu Konflikten mit Anwohnern kommt. Ende 2015 betrug Offshore-Windkraft rund fünf Prozent der gesamten Windkraftressourcen in der EU. Prognosen zufolge soll Windkraft jedoch bis 2030 anstatt an Land vor allem vor der Küste produziert werden.

Der Schwerpunkt von Forschung und Entwicklung liegt auf der Optimierung von Windparkanlagen, um deren Zuverlässigkeit und Kosteneffizienz zu steigern. Zudem wird darauf hingewirkt, die Abhängigkeit der Windkraftanlagen von der Wartung zu verringern und deren Zusammenbau zu vereinfachen. Die weitere Standardisierung und Digitalisierung des Wartungs- und Datenmanagements wird ebenfalls ein Schwerpunktbereich sein.

Fokus auf Betriebssicherheit

Die Betriebssicherheit stellt eine wichtige Herausforderung dar. Eine Windturbine verfügt über eine Lebensdauer von rund 20 Jahren. Um rentabel zu sein, muss sie während dieses Zeitraums fast ununterbrochen Elektrizität erzeugen. Wichtig ist vor allem, dass Störungen auf ein Minimum beschränkt werden. Abschaltungen aufgrund von Reparaturen oder dem Ersatz wichtiger Turbinenteile verringern die Verfügbarkeit und beeinträchtigen die Rentabilität der Anlage. Bau und Betrieb von Windparks erfordern höchste Sicherheitsstandards.

Umfangreiche Forschung wird auch für zukünftige Stromnetze betrieben, da die gesteigerte Erzeugung von Windkraft neue Anforderungen an die Funktionsweise stellt.

EU investiert weiter in Windkraft

Bis 2020 werden voraussichtlich 14 Prozent des Stromverbrauchs in der EU durch Windkraft abgedeckt. Die Europäische Kommission hat ein Forschungsprogramm auf den Weg gebracht, im Rahmen dessen die technologische Leistung von Turbinen und die Wirtschaftsbedingungen verbessert werden sollen. Dieses Forschungsprogramm verfügt über Fördergelder in Höhe von sechs Milliarden EUR bis 2020.