Fernwärme – Preisgestaltung

Der Preis von Fernwärme wird durch mehrere Faktoren beeinflusst.

Zu den wichtigsten Aspekten zählt dabei die Größe des Fernwärmenetzes. Je höher das Liefervolumen an Verbraucher, die sehr dicht beieinander wohnen, desto vorteilhafter die Kostenstruktur. Insbesondere Schweden verfügt über ein umfangreiches Fernwärmenetz. Daneben spielen unternehmensspezifische Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle, wie vor allem der genutzte Brennstoff, Investitionsvorhaben und der Umfang der Wartung, der für das Netz und die Anlagen erforderlich ist.

Politische Initiativen sind für Erzeuger entscheidend

Der Preis unterliegt weiteren Einflüssen wie Preistrends bei Brennstoffen, Steuern und wirtschaftliche Steuerungsinstrumente, zu denen unter anderem Stromzertifikate, Emissionsrechte, Einspeisungstarife und regulatorische Belastungen für Unternehmen gehören. Obwohl Fernwärme in der Regel hohe Flexibilität bei den Brennstoffen bietet, sind Fernwärmeerzeuger weiterhin verstärkt auf politische Initiativen angewiesen.

Preise richten sich nach lokalen Gegebenheiten

Anbieter an lokalen Fernwärmemärkten wenden vorwiegend die zwei Preismodelle alternative Preisgestaltung und kostenbasierte Preisgestaltung an. Die alternative Preisgestaltung konzentriert sich auf mögliche Alternativprodukte am Markt. Ziel ist es dabei, Konkurrenzunternehmen im Preis zu unterbieten, gleichzeitig aber eine Gewinnmarge zu erzielen. Die kostenbasierte Preisgestaltung zielt darauf ab, den Fernwärmepreis und die anfallenden Kosten abzudecken.

Da Fernwärme von lokaler Natur ist, wird das Preisniveau weitgehend durch die Bedingungen vor Ort bestimmt. Je nach geografischer Lage können zwischen den Fernwärmepreisen somit große Unterschiede bestehen.