Energie aus Algen

Vattenfall und die GMB GmbH erforschen den Nutzen von Mikroalgen bei der Umwandlung von CO2 in Biomasse.

 

 

Ein Rohstoff von morgen


Algen zeichnen sich durch rasches Wachstum aus. Dafür brauchen sie Sonnenlicht und CO2 sowie typische Pflanzennährstoffe. Sie können ökologisch verträglich produziert werden und sind vielfältig anwendbar. Das macht sie zu einem viel versprechenden nachwachsenden Rohstoff von morgen.

Mission und Vision


Logo GMB GmbHDas vom Land Brandenburg und der Europäischen Union geförderte Projekt „green MiSSiON", mit dem Fokus der CO2-Reduktion aus Kraftwerksrauchgasen mittels Mikroalgen wurde 2012 erfolgreich abgeschlossen. Das Algenkultivierungssystem in Senftenberg wurde mit der Vattenfall Tochter GMB in Betrieb genommen. 2013 startete jetzt das neue Projekt „green VISION" mit dem Ziel der stofflichen Nutzung des CO2 mittels Mikroalgen.

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Das Forschungsprojekt


Im Fokus des Forschungsprojekts stehen dabei zwei globale Probleme: Die Begrenzung des CO2-Eintrags in die Atmosphäre und die nachhaltige Deckung des wachsenden Rohstoffbedarfs.

Zu den untersuchten Verwertungswegen zählen unter anderem die nachhaltige In-Lake Sanierung von Tagebau-Restseen, Verbesserung der Stickstoffeffizienz von Böden durch Algen-Kohle aus HTC-Prozessen (Hydrothermale Carbonisierung) und Biogaserzeugung.

Weiterhin soll eine Energie- und CO2-Bilanz der „hanging gardens" ermittelt sowie Stoffkreisläufe und Wirtschaftlichkeit eruiert werden. Die Ziele werden durch studentische Arbeiten von BTU Cottbus-Senftenberg, Campus Senftenberg und Campus Cottbus sowie der TU Berlin unterstützt.

Weltweit größte Algenzuchtanlage ihrer Art


Die größere der zwei Algenzuchtanlagen am Standort des Heizkraftwerks Senftenberg in der Lausitz mit dem Namen „Hanging Gardens" war mit 55.000 Liter Fassungsvermögen weltweit die erste ihrer Art. Sie besitzt das 25-fache Volumen der benachbarten Flachplatten-Airlift-Anlage.

 

Erste Forschungsergebnisse


Bei der Braunkohlenstaubverbrennung entsteht aus dem Rauchgasstrom Kohlendioxid. Es wird für das Algenwachstum genutzt. Darin besteht der innovative Charakter des Forschungsprojektes.

Wie die ersten Ergebnisse beweisen, zeigen die ausgewählten Kulturen kein anderes Wachstumsverhalten als bei Verwendung von technischem Kohlendioxid.

Die Algen vermehren sich hoch produktiv und erzeugen dabei zusätzliche Biomasse. Diese genügt in ihrer Qualität allen Ansprüchen zur industriellen Weiterverarbeitung und hält sogar die Normen für Lebens- und Futtermittel ein.

Schon gewusst?

Die größere der zwei Algenzuchtanlagen am Standort des Heizkraftwerks Senftenberg in der Lausitz mit dem Namen „Hanging Gardens" war mit 55.000 Liter Fassungsvermögen weltweit die erste ihrer Art.

 

 


Weitere Informationen

 

Biomasse als nachhaltige Energielösung

Biomasse ist eine erneuerbare Energiequelle, die sowohl zur Wärme- als auch zur Stromgewinnung eingesetzt werden kann. Biomasse kann potenziell eine Schlüsselrolle bei der Verringerung von CO2-Emissionen aus bestehenden Kohlekraftwerken spielen.

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