Vattenfall baut riesige Batterie zur Stabilisierung des Netzes

Vattenfall hat den Auftrag erhalten, eine 22-Megawatt-Batterieanlage an seinem Windpark „Pen y Cymoedd“ in Wales zu bauen. Die riesige Batterie wird dazu beitragen, die Stabilität des landesweiten Netzes in Großbritannien zu unterstützen.

Ein hoher Anteil von Solar- und Windenergie erhöht das Risiko zeitweiliger Ungleichgewichte im Stromsystem. Mit zunehmender Errichtung von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie wird das Stromsystem instabiler und damit anfälliger für Frequenzschwankungen.

Aus diesem Grund wurden Frequenzreaktionsdienste wie Pumpspeicherkraftwerke eingerichtet, die diese plötzlichen Ungleichgewichte ausgleichen sollen. Diese Dienste können jedoch bestenfalls innerhalb von zehn Sekunden auf Frequenzschwankungen reagieren und sind damit nicht schnell genug, um die Stabilität eines landesweiten Stromnetzes aufrechtzuerhalten.

In Zukunft wird der britische Übertragungsnetzbetreiber National Grid von einem neuen Dienst namens „Enhanced Frequency Response“ mit riesigen Lithiumionenbatterien profitieren, die in der Lage sind, über einen Zeitraum von bis zu 15 Minuten innerhalb von Millisekunden Strom in das Netz einzuspeisen oder daraus aufzunehmen.

Vattenfall, ist bereits an verschiedenen Arten von Batterielösungen in anderen Märkten wie Deutschland beteiligt und wurde als einer von acht Anbietern ausgewählt, die eine Batteriespeicherkapazität von insgesamt 200 MW bereitstellen werden. Vattenfalls Batterieanlage, die am Standort seines Windparks „Pen y Cymoedd“ in Wales gebaut wird, wird 22 MW dieser Gesamtkapazität liefern. Der Gesamtwert der acht Verträge beläuft sich auf 66 Millionen GBP (73 Millionen Euro).

Die Batterieanlage wird 2018 fertiggestellt.

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