News | 25-09-2014 | 14:51 PM

Welzower Dichtwand zeigt Effekt für Grundwasserschutz

Unterirdisches Staubauwerk aus natürlichem Ton erreicht 3000-Meter-Marke. 

In dieser Woche haben die Bergleute von Vattenfall an der Dichtwandbaustelle des Tagebaues Welzow-Süd die 3000-Meter-Marke erreicht.

„Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter uns, waren doch vor allem harte Lehmschichten und auch Geröllhorizonte mit Steinen zu überwinden, um die Dichtwand bis zu einer Tiefe von 100 bis 110 Metern zu errichten.

Zudem waren zwei Straßen, der Obere Landgraben und mehrere Medienleitungen zu queren“, bilanzierte Ingo Müller, Betriebsführer des Bohrbetriebes am Donnerstag.

Die bisherigen Mühen haben sich jedoch gelohnt, meint Dr. Stephan Fisch, Planungschef der Tagebauentwässerung bei Vattenfall: „An der nur einem Meter breiten Dichtwand hat sich bereits ein Grundwassergefälle von drei Metern aufgebaut. Später, wenn die Dichtwand ihre Gesamtlänge von 10,6 Kilometern erreicht hat und der Tagebau Welzow-Süd sich weiter auf das Lausitzer Seengebiet zubewegt, wird das Grundwassergefälle weiter auf ein Vielfaches  ansteigen.“

Mit dem Einsatz von zwei fabrikneuen Dichtwandgeräten, die es in dieser Ausstattung weltweit nur in der Lausitz gibt, wird ein unterirdisches Staubauwerk aus natürlichem Ton errichtet, welches kein Grundwasser durchsickern lässt.

Damit wird das konfliktfreie Nebeneinander von Lausitzer Seenland und Tagebau Welzow-Süd gewährleistet, für dessen Betrieb eine Grundwasserabsenkung bis zu 100  Meter Tiefe notwendig ist.

Bereits im Braunkohlenplan von 1994 ist dieser Dichtwandbau als  Schutzmaßnahme verankert. Zwischen Dichtwand und Tagebaukante wird ein Abstand von mindestens 150 Metern eingehalten. Dieser Gebirgsblock hält dem Grundwasserdruck von Seiten des Lausitzer Seenlandes wirksam stand.

Mit Erreichen der 3000-Meter-Marke erhöht sich die Gesamtlänge aller in der Lausitz bisher durch den Bergbau hergestellten Dichtwände auf 30 Kilometer. Gegenwärtig befindet sich eine weitere, zwölf Kilometer lange Dichtwand am Ostrand des sächsischen Tagebaues Reichwalde im Bau, von der vier Kilometer bereits fertig gestellt sind.

„Dichtwände sind ein Alleinstellungsmerkmal der Lausitz und sind inzwischen unverzichtbar für einen die Grundwasserressourcen schonenden Braunkohlenabbau. Wir werden daher noch weitere Dichtwände bauen“, versicherte Ingolf Arnold, Leiter Geotechnik bei Vattenfall.   

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Thoralf Schirmer, Vattenfall GmbH, Pressesprecher, Media Relations Cottbus, Telefon 0355 2887 3067, Fax 0355 2887 3066, [email protected]