News | 24-09-2014 | 09:25 AM

„Wir machen Wind“ – 3. Fachartikel zur WindEnergy-Messe

Was ist der große Vorteil von Offshore Windanlagen? Warum wird in diese Sparte so viel investiert? Vattenfall hat neun Windparks gebaut, ein Zehnter befindet sich in der Bauphase und ein Elfter in Planung. Lesen Sie hier über die Perspektive der innovativen Energieproduktion auf See. 

Offshore-Windkraft: Elementarer Bestandteil der Energiewende

Die Offshore-Windenergie ist der am stärksten wachsende Stromsektor in Europa. Lesen Sie hier die wichtigsten Fakten und Hintergründe dieser Erfolgsgeschichte, in der noch riesiges Zukunftspotenzial steckt.

Warum die Erzeugung auf See so ertragreich ist

Auf dem offenen Meer tobt sich die Natur in beeindruckenden Windstärken aus. Diese zu bändigen, heißt wertvolle Energie zu gewinnen. Der Aufwand beim Bau und Betrieb von Windenergieanlagen in tiefen Gewässern wird mit hohen Energieerträgen belohnt: Offshore-Windparks leisten fast doppelt so viele Volllaststunden wie solche an Land. Der Wind weht auf See aber nicht nur besonders stark, sondern auch sehr beständig. Und mehr Kontinuität bedeutet weniger Netzschwankungen. Das macht die Offshore-Windkraft zur Energieform mit der höchsten Grundlastfähigkeit unter den Erneuerbaren.

Welche Rolle die Offshore-Windkraft spielt

Es sind vor allem die grundlastnahen Eigenschaften und die großen Erzeugungsmengen der Windparks auf See, die den Ruf der Offshore-Windkraft als zentralen Baustein im Energiemix der Zukunft untermauern. Studien und Szenarien verschiedenster Quellen – öffentliche Stellen ebenso wie NGOs und Privatwirtschaft – prognostizieren dies schon seit langem. Eine Studie des Fraunhofer IWES bestätigt ganz aktuell, dass die kosteneffiziente Offshore-Windenergie unverzichtbar für das Gelingen der Energiewende ist. 

Was Vattenfall zum Offshore-Ausbau beiträgt

Mit derzeit 836 MW installierter Leistung ist Vattenfall der weltweit zweitgrößte Betreiber von Offshore-Windparks. Pionierarbeit leistete Vattenfall als Projektpartner beim Bau des ersten deutschen Offshore-Windparks alpha ventus, der heute in puncto Erzeugungsleistung sogar die Erwartungen übertrifft. Mittlerweile sind neun Vattenfall Windparks in fünf Ländern Nord- und Mitteleuropas in Betrieb, 2015 wird Nummer zehn fertiggestellt: DanTysk. Und mit Sandbank ist das nächste Projekt bereits in Planung.

Warum die Offshore-Windenergie ein starker Wirtschaftsfaktor ist

Die Offshore-Windenergie hat sich zu einer eigenen Industrie mit stabilen Wachstumsraten entwickelt. Windparks auf See eröffnen Chancen für die Wirtschaft entlang der gesamten Offshore-Wertschöpfungskette: Hersteller, Zulieferer und Betreiber, aber auch Städte und Kommunen, insbesondere in Küstenregionen, profitieren und schaffen vor allem eines: Arbeitsplätze.

Wie sich Offshore-Energie mit Mensch und Natur vereinbaren lässt

Die Bevölkerung steht der Windenergie auf See positiv gegenüber – zu diesem Ergebnis kommen diverse Studien, aktuell unter anderem das vom BMU geförderte Forschungsprojekt „Akzeptanz der Offshore-Windenergienutzung“.

Offshore-Windparks in deutschen Gewässern werden so weit vor den Küsten errichtet, dass Beeinträchtigungen – etwa durch Lärm – beim Bau und Betrieb hier besonders gering ausfallen und somit kein Konfliktpotenzial darstellen. Auch der Tourismus hat keine Nachteile, da die Windenergieanlagen durch die Erdkrümmung meist gar nicht zu sehen sind.

Auf die Flora und Fauna des Meeres nehmen die Betreiber besonders viel Rücksicht, dies wird seitens der Bevölkerung auch erwartet. Vom Genehmigungsverfahren bis zum Betrieb gilt es äußerst strenge Auflagen einzuhalten. Die dafür zuständige Behörde ist das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). Darüber hinaus engagieren sich Unternehmen wie Vattenfall aktiv in diversen Projekten, zum Beispiel VIBRO oder DEPONS. Dadurch wird die Forschungsarbeit vorangetrieben, Natur- und Umweltschutzbelange können immer besser berücksichtigt werden. Insbesondere dem Thema Unterwasserschallschutz kommt hier eine besondere Bedeutung zu, um das empfindliche Gehör von Schweinswalen besser zu schützen.

Offshore in Zahlen

  • 40 % höhere Energieausbeute als an Land
  • 3.813 MW in Offshore-Windanlagen sind heute europaweit installiert
  • 6.500 MW bis 2020, 15.000 MW bis 2030 – das sind die neuen Offshore-Ausbauziele der Bundesregierung laut EEG-Novelle. Heute sind rund 600 MW in D. installiert.
  • Entspricht der Leistung von 6,5 bzw. 15 Kohlekraftwerken
  • Bis zu 40.000 MW können bis 2020 in Europa installiert sein.*
  • Rund 10.000 MW Kapazität sind bis 2020 in der Nord- und Ostsee realistisch.*


*Quelle: European Wind Association (EWEA)


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Auf http://www.fraunhofer.de/ finden Sie weitere Informationen zum Themenbereich „Offshore“. Einfach Suchbegriff „Energiewirtschaftliche Bedeutung der Offshore-Windenergie für die Energiewende“ eingeben, zur Studie navigieren und angezeigtes PDF öffnen.

Klicken Sie hier, um direkt zur Studie „Energiewirtschaftliche Bedeutung der Offshore-Windenergie für die Energiewende“ zu gelangen.

 

Website zum Projekt „Akzeptant der Offshore-Windenergienutzung“ finden Sie unter http://www.akzeptanz-windenergie.de


Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen

Diane Vrielmann, Vattenfall Europe Windkraft GmbH,
Tel. 040/27182014, diane.vrielmann@vattenfall.de