News | 26-09-2014 | 09:10 AM

„Wir machen Wind“ – 5. Fachartikel zur WindEnergy-Messe

Der Ausbau der erneuerbaren Energien beschäftigte im Jahr 2013 rund 371.400 Menschen. Bei geplantem Anstieg der Offshore-Kapazitäten erwarten Experten innerhalb der nächsten sechs Jahre bis zu 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Erfahren Sie mehr von den Impulsen der modernen Windenergie Made in Germany.

Windenergie: Impulsgeber für die deutsche Wirtschaft


Die Windindustrie ist ein leistungsfähiger Wirtschaftszweig: Mit zunehmendem Anteil am Strommix klettern auch die Auftrags- und Beschäftigungszahlen nach oben. Ihr Technologievorsprung macht deutsche Windenergieanlagen zudem zum weltweiten Exportschlager.

Die Windbranche hat sich hierzulande zu einem starken Wirtschafts- und Jobmotor entwickelt

Aus einer aktuellen Studie zur Beschäftigung durch erneuerbare Energien des BMWi geht die Windenergie als klarer Gewinner hervor. Hinter der Branche liegt erneut ein erfolgreiches Jahr mit einem Plus an Onshore-Leistung von gut 28 Prozent in 2013. Dies führte auch in puncto Beschäftigung zu einem weiteren Wachstum im Vergleich zum Vorjahr, so dass die Windenergie mittlerweile den größten Beitrag zur Gesamtbeschäftigung aus erneuerbaren Energien leistet.

Beschäftigung im Aufwind

Diese positive Entwicklung unterstreicht die hohe wirtschaftliche Bedeutung, die den Erneuerbaren insgesamt und der Windbranche im Speziellen zugemessen wird. Vor allem durch den geplanten Anstieg der Offshore-Kapazitäten erwarten Experten hier bis zu 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze bis 2020. Auch Vattenfall mit seinen Investitionen in zahlreiche Windpark-Projekte an Land und auf See schafft und sichert langfristig Arbeitsplätze, etwa im Rahmen der beiden Offshore-Windparks DanTysk und Sandbank. Die Wertschöpfung reicht bis hin zur norddeutschen Werftenindustrie: Derzeit baut die Kieler Werft Nobiskrug eine riesige Wohnplattform für DanTysk. Bei Vattenfall selbst werden europaweit aktuell Fachkräfte wie Ingenieure, Techniker, Mechaniker, Planer und Logistiker gesucht. „In diesem und im kommenden Jahr wollen wir bis zu 80 Stellen im kaufmännischen und technischen Bereich neu besetzen. Insbesondere in Dänemark und Großbritannien suchen wir technische Mitarbeiter für den Betrieb unserer Windparks“, sagt Stephanie Schumacher, HR-Expertin bei Vattenfall für den Bereich Renewables. „Auch in den nachfolgenden Bereichen der Wertschöpfungskette werden gut ausgebildete Mitarbeiter gesucht, wie beispielsweise im Geschäftsbereich Energy Trading.“

Hamburg: Drehscheibe für die Windbranche

Gerade Hamburg etabliert sich zunehmend als Drehscheibe für die aufstrebende Windbranche. Neben der direkten Arbeit in der Planung und Umsetzung von Windparks haben sich in der Metropolregion auch Hersteller und Zulieferer wichtiger Bauteile angesiedelt. Vattenfall hat sich daher bewusst für Hamburg als einer seiner größten Windstandorte entschieden: Mehr als 100 Mitarbeiter steuern aus der Hansestadt das Windgeschäft in Deutschland. Auch als Sitz des Joint Ventures von Vattenfall und den Stadtwerken München zum Bau des Offshore-Windparks DanTysk hat sich Hamburg bewährt – und wird deshalb beim zweiten Großprojekt Sandbank erneut als Zentrale fungieren.

Deutsche Windtechnologie weltweit gefragt

Die Windenergie hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftssektor entwickelt, dessen Geschäft längst über den Heimatmarkt Deutschland hinausreicht: Erfahrung, Know-how und Technologien made in Germany sind auf der ganzen Welt gefragt. Hersteller beliefern Wachstumsregionen in Europa, den USA und Asien mit ihren technisch ausgereiften Systemen und Komponenten, und erschließen immer neue Absatzmärkte. Rund zwei Drittel der hierzulande produzierten Windenergieanlagen werden bereits exportiert – damit nimmt Deutschland international eine Spitzenposition ein.


Wirtschaftsfaktor Windenergie

  • Der Ausbau der erneuerbaren Energien beschäftigte im Jahr 2013 insgesamt rund 371.400 Menschen.
  • 137.800 davon entfielen auf die Windenergiebranche (Onshore: 119.000, Offshore: 18.800).
  • Die Exportquote der in Deutschland produzierten Windenergieanlagen liegt derzeit bei etwa 67 Prozent. 

 

Sie möchten es genauer wissen?

Auf http://www.bmwi.de finden Sie weitere Informationen zum Wirtschaftsfaktor Windenergie. Einfach Suchbegriff „Bruttobeschäftigung durch Erneuerbare Energien“ eingeben, zu der Publikation navigieren und PDF downloaden.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen

Diane Vrielmann, Vattenfall Europe Windkraft GmbH,
Tel. 040/2718-2014, diane.vrielmann@vattenfall.de