News | 28-05-2014 | 11:08 AM

Wolfsstein findet Zwischendomizil bei Mühlrose

Der Gedenkstein zur Erinnerung an den letzten im Muskauer Jagdschlossrevier geschossenen Wolf ist umgezogen.

Weil der Bereich um das ehemalige Jagdschloss im Tiergarten bei Weißwasser vom fortschreitenden Tagebau Nochten in Anspruch genommen werden muss, war das Forstdenkmal wie auch andere Erinnerungswerte durch Vattenfall gesichert worden. Jetzt ist es am Kohlebahnweg links vom Mühlroser Ortseingang wiedererrichtet worden. Hier befinden sich bereits der Gedenkstein für eine alte, „Protestantin" genannte Kiefer und vom Jagdschloss selbst.

Umgesetzt haben den Wolfsstein die Jagdhornbläser des „Traditionsvereins für jagdliches Brauchtum Hubertuseck Schleife" e.V. in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Oberförster von Vattenfall, Olaf Hanspach, welcher ebenfalls Mitglied des Vereins ist. Wenn der Tagebau vorübergezogen ist und die ursprüngliche Lage des Jagdschlossreviers sich in der Rekultivierung befindet, soll das Forstdenkmal seinen endgültigen Standort im neu entstehenden Wald erhalten.

Der Wolf war übrigens laut Muskauer Anzeiger 1845 von Wildmeister Goltsch, dem Unterförster Förster und dem Gastwirt Wotatsch „am Weißwasserschen Wege bei der sogenannten Fichte" erlegt worden.