Grußwort

Alexander Jung, Generalbevollmächtigter Berlin

Liebe Leserinnen und Leser,

der Wahlkampf beginnt, und es wird mit unterschiedlichem Tenor Bilanz gezogen – auch in Sachen Energiepolitik. Wir bewerten die laufende Wahlperiode positiv. Die aktuelle Regierung hat viele Gesetze auf den Weg ebracht, um die Energiewende voranzubringen. Für uns besonders wichtig: das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz mit einem verlässlichen und wettbewerblichen Rahmen, ein klares Bekenntnis für Kraft-WärmeKopplung als wichtige Basis für die Wärmewende und last, but not least ein beachtlicher Kompromiss zur Finanzierung des Kernenergieausstiegs. Bevor die Politik sich ganz in den Wahlkampf verabschiedet, sollten jetzt aber auch energiepolitische Schnellschüsse mit unkalkulierbaren Nebenwirkungen vermieden werden. Das gilt besonders für das Gebäudeenergiegesetz und das Netzentgeltmodernisierungsgesetz. Trotz Wahlkampf sollten wir die nächsten Monaten für den Dialog über die besten Konzepte für die weitere Umsetzung der Energiewende nutzen.

Wir sehen vor allem drei Megathemen, die komplex und anspruchsvoll sind: Wärmewende, Kohleausstieg und Sektorkoppelung.

Wir haben uns in diesem Newsletter Gedanken darüber gemacht, wie man diese und andere Fragen in der nächsten Legislatur lösen könnte. Uns interessiert, was Sie über diese energiepolitischen Empfehlungen denken und freuen uns über Ihr Feedback. Schreiben Sie mir an alexander.jung@vattenfall.de , welche Punkte Ihnen wichtig sind und wo Sie Korrekturbedarf haben.

Was unser Unternehmen angeht, werden wir unseren Kurs beibehalten. Wir haben gerade beschlossen, konzernweit spätestens bis 2050 unser gesamtes Geschäft CO2-frei zu machen. Ein ambitioniertes, aber machbares Ziel. In Berlin fangen wir damit heute schon an. Wir steigen dort dieses Jahr aus der Braunkohle aus und machen mit der Stadt eine Machbarkeitsstudie über den kompletten Kohleausstieg in Berlin bis 2030.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.


Ihr Alexander Jung