Sonderausschreibungen für erneuerbare Energie jetzt umsetzen

100 Millionen Euro wird Vattenfall dieses und nächstes Jahr in die Entwicklung neuer Photovoltaik-Anlagen investieren. In Deutschland hat sich Vattenfall erfolgreich an der Frühjahrs-Ausschreibung beteiligt. Diese Investitionsentscheidungen erfordern einen stabilen politischen Rahmen.

 

 

Gesetzlichen Rahmen für Sonderausschreibungen schaffen

Der im Koalitionsvertrag beschlossene Ausbau auf 65 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030 ist das richtige politische Signal. Nun gilt es, die avisierten Sonderausschreibungen für Onshore-Wind und PV auch konsequent umzusetzen. Hierfür soll das sogenannte 100-Tage-Gesetz den Rahmen liefern.

Politische Stabilität gewährleisten

Die gesunkenen Vergütungen der jüngsten Ausschreibungen bestätigen den Erfolg der letzten Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Das EEG-Fördersystem generell in Frage zu stellen wäre nicht nur verfrüht, sondern würde auch bestehende und gerade in Planung befindliche Projekte gefährden. Wichtig ist jetzt politische Stabilität beim regulatorischen Rahmen, der unternehmerische Planungssicherheit gewährleistet.

Ausbau der Erneuerbaren nicht ohne Sektorenkopplung denken

Die langfristige Dekarbonisierung braucht Sektorenkopplung. Dafür müssen allerdings die Investitionsbedingungen verbessert werden. Einen ersten wichtigen Schritt geht § 13 Absatz 6a Energiewirtschaftsgesetz mit der Förderung von Power-to-Heat in Norddeutschland. Diese Regelung sollte bundesweit gelten.

 

An der Ausschreibungsrunde in Deutschland im April 2018 hat Vattenfall sich mit einem 10-Megawatt-Projekt an der Mecklenburgischen Seenplatte erfolgreich beteiligt. Die Freiflächen-Solaranlage nördlich des Autobahndreiecks Wittstock-Dosse soll voraussichtlich ab 2019 mit mehr als 30.000 Solarmodulen Strom für etwa 3.000 Haushalte liefern.