Pressemeldungen | 03-12-2013 | 11:13 AM

Super-Kran sorgt für Standsicherheit im Tagebau Jänschwalde

 

Regelbetrieb des Rütteldruckverdichters auf künftigem Asche- Gipsdepot beginnt

Der größte jemals für die Rütteldruckverdichtung eingesetzte Raupenkran nimmt pünktlich zum Tag der Heiligen Barbara am 4. Dezember 2013 seine Arbeit in der Lausitz auf. Die Vattenfall-Tochter GMB GmbH beginnt dann mit dem Regelbetrieb zur Verdichtung von locker gelagerten Sanden in der Tagebaukippe des Tagebaus Jänschwalde. Konkret geht es um die Herstellung einer stabilen Aufstandsfläche, auf der auch künftig die Aschen und der Gips aus dem nahe gelegenen Kraftwerk Jänschwalde sicher abgelagert werden können. Zur Verdichtung der Fläche kommt die Technik der Rütteldruckverdichtung mittels eines 630 Tonnen schweren Raupenkrans vom Typ Liebherr LR 1750 mit Ausleger zum Einsatz. „Diese Verdichtung ist notwendig, um beim Anstieg des Grundwassers, sowohl in der Phase der Kohleförderung als auch danach, jegliche Bewegungen der Kippenoberfläche wirksam zu verhindern. Die Schaffung einer dauerhaften Standsicherheit von Kippenflächen nach dem Grundwasseranstieg gehört zu den zentralen Aufgaben der Geotechnik“, sagte Ingolf Arnold, Leiter Geotechnik bei Vattenfall.

Nach erfolgreich abgeschlossenem Probebetrieb wird der Superkran durch die Firma GMB GmbH in den kommenden fünf Jahren von nur drei Bergleuten pro Schicht auf der Kippe des Tagebaus Jänschwalde betrieben. „Die derzeit installierte Auslegerlänge von 88 Meter ermöglicht es unseren Mitarbeitern, die anstehenden Aufgaben immer aus sicherer Entfernung vom eigentlichen Arbeitsbereich zu steuern. Mit dieser speziellen Technik ist der Bereich Bergbau Services der GMB GmbH in der Lage die anstehenden Aufgaben zur Herstellung einer sicheren Bergbaufolgelandschaft zu realisieren“, sagte der Leiter des Bereiches Bergbau Service der GMB GmbH, Dr. Charles-Andre Uhlig.

Zum Erreichen des gewünschten Verdichtungseffekts wird während des Rüttelvorgangs in veränderlichen Anteilen Wasser und Druckluft zugeführt. Das Wasser sowie die Druckluft sorgen für ein widerstandsarmes Eindringen der Lanze in das Gebirge. Der an einer 65 Meter langen Lanze montierte Rüttler, das eigentliche Arbeitsgerät zur Rütteldruckverdichtung, wird elektrisch angetrieben. Eine installierte Leistung von 250 Kilowatt sorgt dabei für den notwendigen Eintrag von Energie in das umliegende Gebirge, so dass der nachhaltige Verdichtungserfolg sichergestellt werden kann. Ein modernes Prozessdatenerfassungssystem stellt den Nachweis eines vorgabegerechten Verdichtungsprozesses sicher. Bereits seit den 1990er Jahren werden Rütteldruckverdichter verschiedener Größen im gesamten Bergbaurevier eingesetzt.

Konstruiert und gebaut wurde der Raupenkran von der Firma Liebherr und durch den Liebherr-Vertragshändler Beutlhauser geliefert und montiert. „Wir sind stolz darauf, die GMB GmbH seit Aufbau dieses Geschäftsfeldes als langjährigen Partner in der Bodenverdichtung unterstützen zu dürfen und somit die Rekultivierung der Tagebauflächen in der Lausitz mit voranzutreiben. Projekte wie diese sind Leuchtturmprojekte, welche eine neue Qualität in der Rütteldruckverdichtung zum Tragen bringen und die wirtschaftliche Zukunft der Lausitzregion durch neu geschaffene Bewirtschaftungsmöglichkeiten stärken“, so Dr. Thomas Burgstaller, Beutlhauser-Geschäftsführer.

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Kathi Gerstner, Vattenfall GmbH, Pressesprecherin,
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