Pressemeldungen | 24-04-2014 | 14:03 PM

300 Meter Fernwärmeleitung unterquert die Müggelspree: Sechs Millionen Euro für einzigartige Baumaßnahme in Köpenick

Die VE Wärme AG investiert 6 Millionen Euro und stellt sich einer einzigartigen technischen Herausforderung, um Köpenick mit umweltfreundlicher Fernwärme zu versorgen:

Heute zieht eine Bohranlage mit 100 Tonnen Zugkraft eine 300 Meter lange „Rohr-Schlange" unter der Müggelspree entlang. Die Montage erfolgte vorab an Land oberhalb der Wendenschloßstraße, wo die Leitung auf sechs Meter hohen Türmen liegt. Bis Freitagabend verschwindet sie mit einem Tempo von einem Meter pro Minute komplett unter der Müggelspree Richtung Friedrichshagener Straße. Der Verkehr auf dem Fluss und in den benachbarten Straßen fließt in dieser Zeit ungehindert weiter.

Nötig ist die ungewöhnliche Rohrverlegung in zwölf Metern Tiefe unterhalb des Flussbettes, weil die Fernwärmeleitungen nicht innerhalb der sanierungsbedürftigen Salvador-Allende Brücke verlaufen können.

Die neuen Wärmeleitungen haben einen halben Meter Durchmesser und können ab Juli 2014 rund 10.000 Wohnungen entlang der Friedrichshagener Straße zwischen Salvador Allende Straße und dem Wohngebiet Hanseatica mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgen. Die Fernwärme stammt aus dem Heizkraftwerk Köpenick, wird besonders effizient in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt und erfüllt das Hocheffizienzkriterium nach dem Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG).

Die Planung des Bauvorhabens erfolgte in Absprache mit dem Bezirksamt, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sowie dem Wasser- und Schifffahrtsamt und vielen privaten Grundstückseigentümern.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemappe.