Pressemeldungen | 03-09-2014 | 11:47 AM

Berliner Kultur gut gekühlt genießen - mit regional erzeugter Kälte

Gleich drei prominente Gebäude des Kulturforums werden derzeit an das Kältenetz rund um den Potsdamer Platz angeschlossen: Die Philharmonie, die Staatsbibliothek und die Neue Nationalgalerie. 

Sie benötigen insgesamt sechs Megawatt Kälteleistung, das entspricht der Leistung von rund 30.000 Kühlschränken. Das Kulturforum spart durch die neue Kühlung rund 200 Tonnen CO2 pro Jahr.

Beispiel Philharmonie: Berlins berühmteste Konzerthalle erhält pünktlich zur neuen Spielzeit am 30. August 2014 die Fernkälte in Form von rund 6°C kaltem Wasser aus der Vattenfall Kältezentrale an der Stresemannstraße. Über 855 Meter lange Kälteleitungen gelangt sie in den „Kältekeller Kammermusiksaal“ zur Hausstation. Von dort erreicht die Kühlung die einzelnen Räume und damit die Musiker, Mitarbeiter und Besucher. Die Fernkälte löst eine alte Kältemaschine der Philharmonie ab und hilft, pro Jahr rund 30 Tonnen CO2 einzusparen.

Dreizehn Kältemaschinen in der Vattenfall Kältezentrale kühlen insgesamt weit über eine Million Quadratmeter Bruttogeschossfläche im Zentrum Berlins mit umweltschonender Fernkälte. Einen Teil der Kälte erzeugen Absorptionskältemaschinen aus umweltschonender Fernwärme. Sie stammt aus dem Heizkraftwerk Mitte, wo Strom und Wärme im Prozess der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt werden. Den restlichen Kältebedarf decken Kompressionskältemaschinen. Sie funktionieren ähnlich wie Haushaltskühlschränke mit Strom. In Spitzenzeiten fließen pro Stunde bis zu 5.300 Kubikmeter kaltes Wasser durch das Fernkältenetz zum Kunden. Hat sich das Wasser durch die Kühlung vor Ort auf rund 12°C erwärmt, wird es über den Rücklauf zurück in die Kältezentrale geleitet und dort wieder gekühlt. Die Anlagen der Kältezentrale sind durch ihren flexiblen Einsatz mittlerweile ein Motor der regionalen Energiewende.

Für das Zentrum rund um Potsdamer Platz und Leipziger Platz betreibt Vattenfall das größte Fernkältenetz Deutschlands. Zum Anschluss neuer Kunden in 2014 hat das Unternehmen rund 1.600 Meter neue Kälteleitungen verlegt. Derzeit kühlen zum Beispiel das Sony Center, die Potsdamer Platz Arkaden, das Bundesumweltministerium und das Berliner Abgeordnetenhaus schon mit Fernkälte.

Vor 20 Jahren wurde die Energieversorgung für den Potsdamer Platz ausgeschrieben - eine historische Chance für ein ganz neues Energiekonzept: die Fernkälte. Entstanden ist seitdem eine für Deutschland einzigartige Fernkälteversorgung, deren Bedeutung jedes Jahr wächst. Etwa 70 Mio Euro haben Vattenfall und zuvor die Bewag seit 1996 in die Errichtung der Energiezentrale und den Bau des umfangreichen Strom-, Wärme- und Kältenetzes mit Übergabestationen investiert.


Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Julia Klausch, Vattenfall GmbH, Pressesprecherin, Media Relations Germany
Telefon 030 267 10628, Fax 030 267 14667, julia.klausch@vattenfall.de