Pressemeldungen | 06-02-2014 | 16:25 PM

Boxberger Block R bewährt sich glänzend im ersten Jahr

Vattenfalls Braunkohlenkraftwerke erweisen sich als flexible Stützen für Netz und Ökostrom

In seinem ersten Jahr im Vollbetrieb hat der moderne 675-MW-Block R am Braunkohlenkraftwerksstandort Boxberg in Sachsen alle Erwartungen der Kraftwerker erfüllt und zum Teil sogar übertroffen. Dieses Resümee zog am heutigen Mittwoch, 5. Februar, Hubertus Altmann, Vorstand für das Ressort Kraftwerke der Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG.

„Block R erreicht den prognostizierten, für Braunkohlenkraftwerksanlagen bislang höchsten Wirkungsgrad von 43,7 Prozent. Unsere Fachleute gehen davon aus, dass unter optimalen Bedingungen sogar ein Wirkungsgrad von 44 Prozent erreichbar ist“, sagte Hubertus Altmann. „Das heißt: Block R braucht deutlich weniger Kohle als Anlagen vergleichbarer Größe, um dieselbe Menge Strom zu erzeugen. Das bedeutet auch eine geringere CO2-Emission pro erzeugter Megawattstunde Strom als in vergleichbaren Anlagen.“

Den für eine Milliarde Euro errichteten Kraftwerksblock R in Boxberg hatte Vattenfall im Oktober 2012 in Betrieb genommen. Seit Januar 2013 stellt die neue Anlage ihre Leistung von 675 MW zu hundert Prozent zur Stromerzeugung zur Verfügung. Das vergangene Jahr war zur weiteren Optimierung des Blockes genutzt worden. Dabei wurde auch schrittweise getestet, wie weit sich die Mindestlast dieser Anlage auf Anforderung des Netzbetreibers absenken lässt, ohne den Kessel ganz abfahren zu müssen. Dabei erwies sich, dass sich eine Mindestlast von 310 MW, für die diese Anlage ausgelegt ist, sicher erreichen lässt und sogar bei einer weiteren Absenkung der Mindestlast auf 200 MW, also um mehr als zwei Drittel, ein stabiler Betrieb von Block R möglich ist.

Damit gliedert sich diese neueste Anlage der Vattenfall Europe Generation AG sehr gut in den flexiblen Braunkohlenkraftwerkspark des Unternehmens ein, der auch 2013 den erneuerbaren Energieerzeugern zur Seite stand. Fast jeden dritten Tag war das regulierende Eingreifen der Kraftwerksanlagen gefragt, um die schwankenden Einspeisungen von Solar- und Windstrom auszugleichen und die Netzfrequenz stabil bei 50 Hertz zu halten. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr 1819 Stunden, in denen sie, je nach Bedarf, die eigene Leistung drosselten oder steigerten. Insgesamt stellen die vier von Vattenfall betriebenen Kraftwerksstandorte ein Regelpotential von 5.900 MW zur Verfügung, in welchem sie flexibel herauf- oder herunterfahren können.

Die Regelgeschwindigkeit und Flexibilität seiner Braunkohlenkraftwerke will Vattenfall in den kommenden Jahren weiter verbessern. Dies ist zum Beispiel durch den Einsatz neuer Bauteile und Materialien möglich, die weniger träge auf Temperaturänderungen reagieren; durch den Einsatz neuer „Flammenwächter“, mit denen sich auch bei geringer Brennstoffzufuhr das Kohlefeuer im unteren Lastbereich sicher überwachen lässt, und durch die Nutzung von Trockenbraunkohle-Zündbrennern, die noch in diesem Jahr an einem Dampferzeuger am Kraftwerksstandort Jänschwalde erprobt werden sollen.

„Unser Braunkohlenkraftwerkspark ist im Verbund mit den Wasserkraftwerken, mit denen unser Unternehmen ebenfalls 3000 MW installierter Leistung verfügbar hält, gut aufgestellt, um den Prozess der Netzintegration erneuerbarer Energien effizient, verlässlich und kostengünstig zu begleiten“, sagte Dr. Hartmuth Zeiß, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG. „Die Braunkohle bleibt, gerade angesichts des geplanten Ausstieges aus der Kernenergie, ein notwendiger Teil der Energiewende in Deutschland, weil sie eine bedarfsgerechte, bezahlbare Stromversorgung sichert, das Wachstum der Erneuerbaren unterstützt und zur Stabilität des Versorgungsnetzes beiträgt.“

 

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Thoralf Schirmer, Vattenfall GmbH, Pressesprecher, Media Relations Cottbus

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