Pressemeldungen | 25-06-2014 | 13:24 PM

Entsorgungs-Vorsorgenachweis im Kernkraftwerk Krümmel

Im Kernkraftwerk Krümmel wurde die Zahl der bestrahlten Brennelemente im Lagerbecken berichtigt.

Im Kernkraftwerk Krümmel wurde im Rahmen des sogenannten Entsorgungs-Vorsorgenachweises die Zahl der bestrahlten Brennelemente im Lagerbecken aufgrund der 13. AtG Novelle berichtigt.

Insgesamt stehen im Lagerbecken 1.106 Brennelemente, davon 12 unbestrahlte Brennelemente. Alle anderen 1.094 Brennelemente wurden bereits im Reaktor eingesetzt und sind daher bestrahlt.

Der Nachweis über den Bestand der Brennelemente in einem Kernkraftwerk unterliegt strengen Aufsichts- und Berichtspflichten. In der Vergangenheit wurden auf Grundlage einer konservativen Berichterstattung im Hinblick auf den Entsorgungs-Vorsorgenachweis nicht bestrahlte, aber im Lagerbecken befindliche kontaminierte Brennelemente den bestrahlten Brennelementen zugeordnet. 

Die konservative Berichterstattung sah vor, alle im Lagerbecken befindlichen Brennelemente im Entsorgungs-Vorsorgenachweis als für die Entsorgung vorgesehene bestrahlte Brennelemente zu zählen, da sie im Leistungsbetrieb der Anlage für den Einsatz im Reaktor (Bestrahlung) vorgesehen waren.

Mit dem Erlöschen der Berechtigung für den Leistungsbetrieb aufgrund der 13. Novelle des Atomgesetzes muss ein neuer Weg der Entsorgung dieser Brennelemente entwickelt werden. Diese sollen nun gereinigt – also dekontaminiert und unbestrahlt aus dem Lagerbecken entnommen werden. 

Aus diesem Grund wurde die Anzahl der bestrahlten Brennelemente im Entsorgungs-Vorsorgenachweis richtig gestellt. Die Gesamtbilanz der Brennelemente ist hiervon unberührt und hat sich nicht geändert.

Der Entsorgungs-Vorsorgenachweis wird jährlich erstellt und an das Bundesumweltministerium gegeben. In einem zweiten unabhängigen Verfahren wird monatlich der Bestand der Brennelemente an Euratom gemeldet. Der Bestand der Brennelemente (Buchführungs- und Bestandskontrollen) wird durch unabhängige Gutachter der IAEA (International Atomic Energy Agency) mehrfach jährlich geprüft.

 

Ansprechpartnerin für weitere Informationen:

Sandra Kühberger, Vattenfall GmbH, Media Relations Germany, Telefon 030 8182 2323, Fax 030 8182 2315, [email protected]