Pressemeldungen | 27-05-2014 | 10:53 AM

Fit für die Energiewende: Pumpspeicherwerk Wendefurth geht wieder in Betrieb

Investitionen in die Modernisierung betragen knapp 40 Millionen Euro / Pumpspeicher wichtiger denn je für Netzstabilität und erneuerbare Energien in Deutschland

Nach mehr als zweijähriger kompletter technischer Revision nimmt  heute (27.5.) das Pumpspeicherwerk Wendefurth im Harz seinen Probebetrieb auf. In den kommenden vier Wochen wird die vollständig ertüchtigte und modernisierte Anlage nun auf den Dauerbetrieb vorbereitet und eingestellt. Anschließend steht das PSW Wendefurth dann für die nächsten 40 Jahre als Speicher für Strom aus erneuerbaren Energien und als Garant für die Netzstabilität zur Verfügung.

Die Revision des PSW Wendefurth begann bereits im Januar 2012. Seither haben rund 40  Auftragnehmer – darunter lokale Firmen ebenso wie internationale Großunternehmen – die Anlage von Grund auf saniert. So wurden u.a. neue Generatoren zur Stromerzeugung eingebaut, eine neue Leittechnik installiert, die beiden Pumpspeichersätze komplett überholt, die Triebwasserleitungen saniert und umfangreiche Betonsanierungsarbeiten an den Bauwerken in Ober- und Unterbecken durchgeführt. Das gesamte Investitionsvolumen für die Modernisierung beläuft sich auf knapp 40 Millionen Euro. Der Wirkungsgrad der Anlage konnte auf nunmehr 78 Prozent gesteigert werden; die so genannte „Anfahrzeit“ der Anlage von Null auf volle Leistung wurde mehr als halbiert. Zu den Highlights dieses Projekts zählt zudem, dass es während der gesamten Phase der Modernisierung zu keinerlei Arbeitsunfällen kam. 

„Das Pumpspeicherwerk Wendefurth spielt eine wichtige Rolle in unserer Strategie als Partner der erneuerbaren Energien. Die Anlage ist jetzt flexibler steuerbar und der Betrieb der Anlage erfolgt jetzt effektiver. Kurzum: Wendefurth ist jetzt und für die kommenden Jahrzehnte fit für die Energiewende“, sagt Dr. Hartmuth Zeiß, Vorstandsvorsitzender der Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG. „Die langfristige Wirtschaftlichkeit der Pumpspeicher hängt jedoch auch von den regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Dafür bedarf es entsprechender  Änderungen von Seiten des Gesetzgebers, da bestehende Pumpspeicher durch die Belastung durch Netznutzungsentgelte auf Pumpstrom wirtschaftlich benachteiligt sind, weil sie nach wie vor als Letztverbraucher betrachtet werden – und nicht als das, wofür sie mehr und mehr benötigt werden, nämlich als Speicher für die weiter wachsenden erneuerbaren Energien und als Garant für die Netzstabilität.“

 

Hinweis an die Redaktionen:

Bilder des Pumpspeicherwerks Wendefurth finden Sie zum kostenlosen Download auf http://corporate.vattenfall.de/newsroom/pressefotos/ unter dem Suchbegriff „Wendefurth“.

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Lutz Wiese, Vattenfall GmbH, Pressesprecher, Business Communications
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