Pressemeldungen | 15-10-2014 | 15:57 PM

Grubenwasserbehandlungsanlage „Am Weinberg“ eingeweiht

Neue Anlage stellt bis zu 30 Kubikmeter Ökowasser pro Minute bereit

Im Beisein des brandenburgischen Ministers für Wirtschaft und Europaangelegenheiten, Ralf Christoffers, ist am heutigen Mittwoch, 15. Oktober, auf den Rekultivierungsflächen des Tagebaus Welzow-Süd eine neue Grubenwasserbehandlungsanlage (GWBA) eingeweiht worden. Diese wird in Zukunft das nördliche Tagebauumfeld mit den Fließgewässern Hühnerwasser, Döbberner Graben, Steinitzer Wasser und Petershainer Fließ sowie die sie umgebenden Feuchtgebiete mit ökologischem Ausgleichswasser, kurz „Ökowasser“, versorgen. Dafür wird hier Kippengrundwasser, welches zur Gewährleistung der geotechnischen Sicherheit der Kippenböschungen gefördert werden muss, zu Ökowasser aufbereitet. Aufgrund ihrer Nachbarschaft zum Weinhang Wolkenberg erhielt die Anlage den Namen „Am Weinberg“.
 
Ralf Christoffers verwies in seinem Grußwort auf die wichtige Rolle der Anlage im Rahmen der bergbaulichen Tätigkeiten Vattenfalls: „Wie die mit dem Braunkohlebergbau einhergehenden Probleme perspektivisch gemeistert werden können, zeigt die hochmoderne Grubenwasserbehandlungsanlage ‚Am Weinberg‘. Mit der Reinigung des anfallenden Grubenwassers in der neuen Anlage wird ein wichtiger Beitrag zum Gewässerschutz und zum Erhalt des Ökosystems geleistet.“
 
Auch Vattenfall-Bergbauvorstand Uwe Grosser griff in seiner Eröffnungsrede dieses Thema auf: „Umweltschutzaspekte haben in den letzten Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen. So rücken auch die Anforderungen an die Qualität des Wassers mehr und mehr in den Fokus der bergmännischen Wasserwirtschaft. Mit Blick auf die Umwelt, und besonders auf die Ressource Wasser, haben Politik und Gesellschaft neue Maßstäbe gesetzt. Unser Unternehmen stellt sich diesen stets aufs Neue. Davon zeugt auch die heute eingeweihte Anlage.“
 
Mit den Worten „Wasser marsch“ und einem gemeinsamen Knopfdruck nahmen im Anschluss der Minister, die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier und Uwe Grosser die Grubenwasserbehandlungsanlage in Betrieb.
 
Der Bau der GWBA erfolgte innerhalb von anderthalb Jahren. Etwa 35.000 Kubikmeter Erdreich wurden dafür bewegt, 3.500 Kubikmeter Beton und circa 500 Tonnen Stahl verbaut sowie 23 Kilometer Kabel verlegt. Parallel dazu wurde eine Pumpstation errichtet, die das von der Anlage bereitgestellte Ökowasser – bis zu 30 Kubikmeter pro Minute – über ein 25 Kilometer langes Rohrleitungssystem zu den Abgabestellen transportieren wird. Das Ökowasser dient dem Schutz und Erhalt der vom Bergbau beeinflussten Gewässer nördlich des Tagebaus Welzow-Süd. Die GWBA „Am Weinberg“ entlastet ab sofort die GWBA Schwarze Pumpe bei der Aufbereitung des Kippenwassers. Am Standort Schwarze Pumpe werden damit Kapazitäten frei, mit denen Vattenfall die LMBV ab 2015 bei der Behandlung von jährlich etwa drei Millionen Kubikmeter eisenhaltigem Grundwasser aus Altbergbaubereichen unterstützt.
 
In der neuen Anlage kommt – erstmalig im Lausitzer Revier – eine Verfahrenstechnik zum Einsatz, bei der die bisher angewendete Aufbereitungstechnologie mit einer zusätzlichen Verfahrensstufe kombiniert wird. Dabei handelt es sich um eine vorgeschaltete mechanische Entsäuerung, die es ermöglicht, den erforderlichen Kalkeinsatz auf einen minimal erforderlichen Bedarf abzusenken und somit effizient und Ressourcen schonend, also nachhaltig, Sümpfungswasser auf einem sehr hohen technischen Niveau zu behandeln.

Blick vom Sedimentationsbecken

Blick vom Sedimentationsbecken

 

 

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