Pressemeldungen | 09-10-2014 | 15:14 PM

Kaverneninspektion in Brunsbüttel wird fortgesetzt

Vattenfall hat die Inspektion von Kaverne 1 am Dienstag, den 07.10.2014 abgeschlossen und wird am Freitag, den 10.10.2014 die Inspektion der Kaverne 3 vorbereiten.

Zuerst werden verschiedene Messungen vorgenommen, zu Anfang nächster Woche soll die Inspektion der insgesamt 75 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Abfall beginnen. Die Inspektion wird voraussichtlich knapp zwei Wochen in Anspruch nehmen. Die Abfälle stammen aus der Abwasseraufbereitung bzw. aus den Prozesskreisläufen des Kernkraftwerks. Dazu gehören Filterharze ebenso wie Verdampferkonzentrate. Filterharze dienen dazu, das Wasser in den Prozesskreisläufen so rein wie möglich zu halten, Verdampferkonzentrate sind getrocknete Rückstände aus der Abwasseraufbereitung.

Die Kavernen waren konzeptionell zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen, sondern die Fässer sollten nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden. Ursprünglich sollte Schacht Konrad Mitte bis Ende der 90’er Jahre fertiggestellt werden. Nachdem in der Vergangenheit zuletzt 2014 bzw. 2019 als Fertigstellungstermine genannt wurden, rechnet das Bundesumweltministerium aktuell mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025. Die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle, die in Schacht Konrad gelagert werden sollen, stammen überwiegend aus dem Kraftwerksbetrieb sowie dem medizinischen Bereich und Forschungseinrichtungen.

Bis dato hat Vattenfall 4 der 6 Kavernen inspiziert, Kaverne 3 ist die vorletzte noch zu inspizierende Kaverne. Von den 335 inspizierten Fässern weist ein knappes Drittel Beschädigungen unterschiedlicher Ausprägung auf. Entsprechend den Ergebnissen der absolvierten sowie der noch ausstehenden Inspektionen entwickelt Vattenfall seine Konzepte zur Handhabung der Fässer in enger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde kontinuierlich weiter. Der bisherige Stand der Konzepte wurde fristgerecht Ende September der Aufsichtsbehörde und den Sachverständigen vorgestellt. Aufgrund der höheren Luftfeuchtigkeit in Kaverne 2 wurde eine Lufttrocknungsanlage installiert, Kaverne 1 wird in dieser Woche ebenfalls mit einer solchen Anlage ausgestattet. Die Kavernen sind sicher, weder für das Personal noch für die Bevölkerung besteht Gefahr. Wie auch Minister Habeck betont hat, stellen nicht die Fässer, sondern die Kaverne die Schutzbarriere für Mensch und Umwelt dar.

Geplant ist es, die Inspektionen zügig abzuschließen. Der Inhalt der Fässer soll im Anschluss in Spezialbehälter, die für die Einlagerung in Schacht Konrad notwendig sind, umgefüllt werden. Für diese endlagerfähigen Behälter ist eine Vielzahl von Zulassungen nötig, die derzeit noch nicht komplett vorliegen. Bis zum Abtransport nach Schacht Konrad bleiben diese Behälter in den Transportbereitstellungshallen bzw. im geplanten Lager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (LasmA).

Alle Maßnahmen erfolgen nach vorheriger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde.

 

Ansprechpartnerin für weitere Informationen: Sandra Kühberger, Vattenfall GmbH, Pressesprecherin Media Relations Germany, Telefon 030 8182 2323, Fax 030 8182 2315, sandra.kuehberger@vattenfall.de