Pressemeldungen | 06-05-2014 | 16:38 PM

Rückbau des Kernkraftwerks Brunsbüttel: Vattenfall beantragt Bau eines Abfallzwischenlagers

Vor dem Hintergrund der erheblich verspäteten Inbetriebnahme des Endlagers Schacht Konrad hat Vattenfall bei der zuständigen Aufsichtsbehörde den Bau eines Abfallzwischenlagers auf dem Gelände des Kernkraftwerks Brunsbüttel (Foto) beantragt. Schacht Konrad als bundesweites Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle sollte ursprünglich bereits Mitte bis Ende der 90’er Jahre eröffnet werden. In der Vergangenheit kam es mehrfach zu Verzögerungen. Aktuell rechnet das Bundesumweltministerium mit einer Inbetriebnahme zwischen 2021 und 2025.

Vattenfall hat den Antrag auf Genehmigung eines Lagers für schwach- und mittelradioaktive Abfälle (LasmA) am 05.05.2014 bei der zuständigen Behörde, dem Schleswig-Holsteinischen Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (MELUR) eingereicht. Im LasmA sollen Abfälle aus dem Rückbau und (Rest-)Betriebsabfälle so lange gelagert werden, bis Schacht Konrad zur Verfügung steht. Weiterhin ist geplant, im LasmA bereits konditionierte Abfallgebinde aus den beiden Transportbereitstellungshallen sowie weitere verpackte Abfallgebinde aus den Kavernen zu lagern. Dazu gehören auch 21 Fässer mit Abfällen (betonierte Asche) aus einer Verbrennungskampagne im belgischen Mol. Diese lagern derzeit in Kaverne 5, deren Inspektion im Juni 2014 geplant ist.

Um seine Nachbarn in Brunsbüttel ausführlich über das LasmA zu informieren, wird Vattenfall die Reihe von Informationsveranstaltungen in Brunsbüttel fortführen. Die Einladung zum nächsten Termin wird in gewohnter Form erfolgen.

 

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Steffen Herrmann, Pressesprecher, Media Relations Germany
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