Pressemeldungen | 29-10-2014 | 16:42 PM

Stromspeicher unverzichtbar für die Energiewende

7. Wissenschaftstag in Cottbus erörtert die Rolle der Speichertechnologien zur
Erreichung der energiepolitischen Ziele in Deutschland

Deutschland steckt mitten im Umbau seiner Stromversorgung – weg von einer zentralen, nachfrageorientierten Erzeugung mit Hilfe konventioneller Technologien, hin zu dem weiteren Ausbau einer dezentralen Erzeugung durch erneuerbaren Energien, deren Angebot jedoch stark schwankt. Bereits Ende 2012 erzeugten in Deutschland rund 1,3 Millionen Anlagen Strom aus erneuerbaren Energien. In diesem neuen Marktumfeld werden bewährte, aber auch neue Speichertechnologien künftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Dies war eines der Ergebnisse des 7. Wissenschaftstages am 29. Oktober in Cottbus unter dem Titel „Stromspeicher für die Energiewende“. Darin haben Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft den Status Quo verschiedener Speichertechnologien erörtert und die Frage diskutiert, welche Rolle die Speicher unter wirtschaftlichen Aspekten im Energiesystem der Zukunft spielen können.

„Stromspeicher sind unverzichtbar für die Energiewende und sie können einen wesentlichen Beitrag bei der Erbringung von Flexibilität und Versorgungssicherheit in einem zukünftigen Energiesystem leisten. Zudem unterstützen sie die Marktintegration erneuerbarer Energien. Allerdings benötigen Energiespeicher auch die richtigen Anreize für eine tragfähige Leistungserbringung“, sagte Hannes Seidl, stellvertretender Leiter für Energiesysteme und Energiedienstleistungen bei der Deutschen Energieagentur (dena).

Für Hubertus Altmann, Vorstand für das Ressort Kraftwerke bei Vattenfall, können neue Speicherlösungen mit bereits bewährten und zuverlässigen Speichertechnologien sinnvoll kombiniert werden: „Pumpspeicher gibt es in Deutschland bereits seit Jahrzehnten und sie sind zurzeit die einzigen Kurzzeitspeicher für Strom, über die dieses Land im großtechnischen Maßstab verfügt. Sie spielen bereits heute eine wichtige Rolle als Speicher für Erneuerbare Energien und zur Sicherung der Netzstabilität. Aber wir forschen auch an anderen Speichertechnologien. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projektes e-SolCar hat Vattenfall gemeinsam mit den Projektpartnern den Beweis erbracht, dass Elektromobile sich technisch ebenfalls als Kurzzeitspeicher für Strom eignen.“

Neben den technischen Aspekten bildete die Wirtschaftlichkeit von Speichertechnologien einen weiteren Schwerpunkt der Diskussionen. Während neue Speichertechnologien sich vielfach noch im Entwicklungsstadium befinden und bis zur Marktreife entsprechende Anreize benötigen, stehen die Pumpspeicher wirtschaftlich stark unter Druck, da sie bislang rechtlich als Verbraucher von Energie betrachtet werden - und nicht als Speicher. Diese Regelung im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) gelte es zu ändern, so der einhellige Tenor der Veranstaltung.

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