Pressemeldungen | 30-10-2014 | 09:44 AM

Umfangreiche Abschreibungen – weitere Kostensenkungen und strategische Überprüfung

Vattenfall weist für das 3. Quartal 2014 bedingt durch Abschreibungen in Höhe von 23,1 Mrd. Schwedischen Kronen (SEK; rund 2,5 Mrd. Euro) und ein weiterhin schwieriges Marktumfeld ein negatives Betriebsergebnis aus.

Die Ziele zur Kostenreduzierung im kommenden Jahr werden deshalb erhöht und die Investitionsvorhaben erneut auf den Prüfstand gestellt. Gleichzeitig wird die Strategie überprüft.
 

  • Der Umsatz betrug im 3. Quartal 34.734 Mio. SEK (Vorjahr: 37.057 Mio. SEK) und im Neunmonatszeitraum 117.220 Mio. SEK (Vorjahr: 125.097 Mio. SEK).
  • Das bereinigte Betriebsergebnis lag bei 2.750 Mio. SEK (Vorjahr: 4.074 Mio. SEK) im 3. Quartal und bei 15.911 Mio. SEK (Vorjahr 21.129 Mio. SEK) im Neunmonatszeitraum.
  • Das Betriebsergebnis belief sich auf –19.435 Mio. SEK (Vorjahr: 4.893 Mio. SEK) im 3. Quartal und im Neunmonatszeitraum auf –9.238 Mio. SEK (Vorjahr: -10.112 Mio. SEK)
  • Der Verlust betrug –18.065 Mio. SEK (Vorjahr: 1.538 Mio. SEK) im 3. Quartal und
    –12.182 Mio. SEK (Vorjahr: -15.526 Mio. SEK) im Neunmonatszeitraum.
  • Im 3. Quartal wurden insgesamt 36,8 Terawattstunden Strom (Vorjahr: 40,0 TWh), im Neunmonatszeitraum 126,6 TWh Strom (Vorjahr: 133,8 TWh) produziert.
  • Die Verluste aus Abschreibungen in Höhe von 23,1 Mrd. SEK wurden mit dem Betriebsergebnis im 3. Quartal verrechnet, das Betriebsergebnis nach Steuern wurde im 3. Quartal mit Abschreibungen in Höhe von 19,9 Mrd. SEK belastet.

 
Magnus Hall, CEO von Vattenfall AB:
„Wie andere Energieversorgungsunternehmen auch leidet Vattenfall unter schwierigen Marktbedingungen, die durch eine schwache Nachfrage, ein Überangebot an Erzeugungskapazitäten und historisch niedrige Großhandelspreise bei Strom gekennzeichnet sind.
 
Im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2013 haben wir ein niedrigeres bereinigtes Betriebsergebnis erzielt. Das ist in erster Linie auf gesunkene Margen in der Produktion und auf die geringere Produktion selbst zurückzuführen. Diese Negativeffekte konnten nur teilweise durch gesunkene Kosten ausgeglichen werden.
 
Vor dem Hintergrund der Marktsituation hat Vattenfall beschlossen, im 3. Quartal Abschreibungen in Höhe von insgesamt 23,1 Mrd. SEK vorzunehmen. Diese gehen im Wesentlichen auf den konventionellen Kraftwerkspark und auf Wertberichtigungen im Bereich Trading zurück.
 
Vattenfall wird eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und zur weiteren Kostenreduzierung durchführen. Auch setzen wir den Verkauf von Aktivitäten, die entweder nicht zum Kerngeschäft gehören oder die Renditeerwartungen des Unternehmens nicht erfüllen können, fort. Die Einsparmaßnahmen für das Jahr 2015 werden erweitert und unsere Investitionsvorhaben überprüft.
 
Vattenfall wird aber auch weiterhin seinen Investitionsschwerpunkt auf den Bereich Erneuerbare Energien legen. Im Sommer wurde die 1.000. Windturbine errichtet und im 3. Quartal wurde der Bau des Offshore-Windparks Sandbank in Deutschland und zwei weiterer Windparks an Land in Schweden beschlossen.“
 
„Ich nehme meine neue Aufgabe als CEO und Präsident von Vattenfall mit einem großen Verantwortungsgefühl wahr. Um die vor uns liegenden Herausforderungen bewältigen zu können, habe ich eine Überprüfung unserer Vision und unserer strategischen Ausrichtung angestoßen“, betonte Magnus Hall.
 
Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
 
Stefan Müller, Vattenfall GmbH, Leiter Media Relations Germany
Telefon 030 8182 2320, Fax 030 8182 2315, stefan.mueller@vattenfall.de