Pressemeldungen | 22-09-2014 | 16:20 PM

Vattenfall nimmt erneuerte Kohlebahntrasse in Betrieb

Lokführerin Andrea Jantschke fährt mit dem ersten Kohlezug über die erneuerte Gleisstrecke.

23 Kilometer jetzt zweigleisig ausgebaut / Schallschutz verbessert

Seit 2004 hat die Vattenfall Europe Mining AG das nördliche Streckennetz der Kohleverbindungsbahn im Lausitzer Revier instandgesetzt und erneuert. Am heutigen Montag, 22. September, wurde das umfangreiche Ertüchtigungsprogramm mit der Eröffnung des dritten Bauabschnittes vom Tagebau Welzow Süd in Richtung Cottbus abgeschlossen und der Fahrbetrieb wieder aufgenommen.

„Die Kohleverbindungsbahn ist für eine sichere Energieerzeugung aus Braunkohle so lebenswichtig wie der Blutkreislauf für einen gesunden Menschen. Sie sorgt für die bedarfs- und qualitätsgerechte Rohstoffversorgung der Kraftwerksstandorte Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg mit Kohle aus den fünf Lausitzer Tagebauen Jänschwalde, Cottbus-Nord, Welzow-Süd, Nochten und Reichwalde“, sagte Toni Genahl, Leiter Technischer Service Tagebaue, am Montag. „Um den Verkehrsfluss der Züge zu verbessern und Wartezeiten zu minimieren, wurden daher in den zurückliegenden zehn Jahren 23 Kilometer, also etwa die Hälfte des 45 Kilometer umfassenden nördlichen Schienennetzes, zweigleisig ausgebaut. Gleichzeitig haben wir mit Rücksicht auf Anwohner und Umwelt verschiedene Veränderungen umgesetzt. Wir haben zum Beispiel zwei Schallschutzwände errichtet, Pflanzungen angelegt und Stromkabel unterirdisch verlegt.“

Vattenfall hat 50 Millionen Euro in das Programm zur Kohlebahnertüchtigung investiert. Etwa 100, vorwiegend regionale Unternehmen haben davon mit etwa 500 Aufträgen profitiert.

Nicht nur 23 Kilometer neuer Gleise waren während des Ertüchtigungsprogrammes verlegt worden, sondern auch 24,5 Kilometer Fahrleitungen wurden errichtet. 22 Weichen wurden eingebaut, 16 Durchlässe durch den Bahndamm erweitert, 15 Bahnübergänge technisch umgebaut, zwei Stellwerksrechner erweitert, 9 Steuereinheiten errichtet und 12 Bahnübergangssicherungsanlagen neu geschaffen bzw. erweitert. Auch eine Brücke südlich der Tagesanlagen der Tagebaue Jänschwalde und Cottbus Nord, nahe der Ortslage Kathlower Mühle, wurde neu gebaut. Begleitet wurde das Projekt durch zahlreiche landschaftspflegerische und wasserbauliche Maßnahmen, wobei unter anderem zugewachsene ehemalige Gräben wieder erneuert und reaktiviert wurden.

Als besondere Schutzmaßnahme gegen Erschütterungen wurde auf 550 Metern die Schotterbettung des Vollzug-Gleises im Bereich des Ortsteiles Koppatz der Gemeinde Neuhausen/Spree zur Schwingungsdämpfung mit „Durflex®“, einem Polyurethanschaumsystem, ausgeführt.


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Thoralf Schirmer, Vattenfall GmbH, Pressesprecher, Media Relations Cottbus
Telefon 0355 2887 3067, Fax 0355 2887 3066, thoralf.schirmer@vattenfall.de