Pressemeldungen | 19-06-2014 | 09:36 AM

Vattenfall setzt Kaverneninspektion fort

Vattenfall setzt die visuelle Inspektion der Kavernen im Kernkraftwerk Brunsbüttel fort. Nachdem die Inspektion der Kaverne 4 Ende Februar abgeschlossen worden war, wurden die Aufhängungen der Betondeckel aller Kavernen überprüft und an die gültigen Anforderungen angepasst. Die am 19.06.2014 beginnende Inspektion von Kaverne 5 mit der eigens entwickelten Spezialkamera (siehe Grafik ) wird voraussichtlich zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen. In Kaverne 5 befinden sich 27 Fässer – davon 21 Fässer aus einer Verbrennungskampagne für das Kraftwerk Brunsbüttel im belgischen Mol - sowie Reaktorkomponenten. Auch das Bauwerk wird bei dieser Gelegenheit inspiziert.

Die Kavernen waren konzeptionell bei der Inbetriebnahme des Kraftwerks 1977 zunächst nicht für eine längerfristige Aufbewahrung vorgesehen. Die Fässer sollten nach Schacht Konrad als bundesweitem Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle gebracht werden. Schacht Konrad sollte ursprünglich Mitte bis Ende der 90er Jahre fertiggestellt werden. Nachdem es in der Vergangenheit mehrfach zu Verzögerungen kam, rechnet das Bundesumweltministerium aktuell mit einer Inbetriebnahme zwischen
2021 und 2025.

Die erste Kaverne wurde Anfang dieses Jahres geöffnet und aus den Erfahrungen dieser Inspektion wurde ein weitergehendes Handhabungskonzept entwickelt. Dieses sieht vor, dass einige Fässer mit einer zusätzlichen Transportsicherung aus der Kaverne gehoben werden. Ein entsprechendes Konzept wird aktuell mit der Aufsichtsbehörde diskutiert. Die Erfahrungen aus den noch folgenden Inspektionen werden bei der Optimierung der Handhabung berücksichtigt.

Geplant ist es, die Inspektion aller Kavernen in den nächsten Monaten abzuschließen. Der Inhalt der Fässer soll im Anschluss in Spezialbehälter, die für die Einlagerung in Schacht Konrad notwendig sind, konditioniert werden. Für diese endlagerfähigen Behälter ist eine Vielzahl von Zulassungen nötig, die derzeit noch nicht komplett vorliegen. Bis zum Abtransport nach Schacht Konrad bleiben diese Behälter in den Transportbereitstellungshallen des Kernkraftwerks.

Alle Maßnahmen erfolgen nach vorheriger Abstimmung mit der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde.

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Die Kavernen (Stauräume) befinden sich im Kontrollbereich des Kernkraftwerks und sind nur über Betondeckel in der Kavernendecke zugänglich. Deshalb hat Vattenfall eine Inspektionseinrichtung entwickelt, deren um 360° drehbare Minikamera es ermöglicht, die Fässer von allen Seiten und aus allen Perspektiven sehr detailliert zu inspizieren.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen:
Sandra Kühberger, Vattenfall GmbH, Media Relations Germany
Telefon 030 8182 2323, Fax 030 8182 2315, sandra.kuehberger@vattenfall.de