Pressemeldungen | 24-01-2014 | 11:21 AM

Vattenfall sichert Fernwärmeversorgung im Berliner Nordwesten ab

Die zunehmende Anzahl von Fernwärmekunden in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass sich die Versorgungssituation in Moabit verändert hat. Damit es auch künftig alle Kunden warm haben, will Vattenfall die Kapazität am Standort des Heizkraftwerks (HKW) Moabit erhöhen.

Die Vattenfall Europe Wärme AG hat eine Änderung des bestehenden HKW Moabit durch einen Neubau von zwei mit Erdgas betriebenen Heißwassererzeugern beantragt. Zuständige Behörde ist das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin. Die Anlage soll im denkmalgeschützten, seit 1992 nicht mehr genutzten Kesselhaus II errichtet werden. Das Vorhaben ermöglicht den Ausbau der Versorgung mit Fernwärme im Norden Berlins, führt zu einer sinnvollen Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes und verringert die Betriebsstunden anderer, älterer Reserve- und Spitzenlastanlagen.

Die beiden Heißwassererzeuger mit einer Nutzwärmeleistung von je 30 Megawatt (MW) sollen vor allem den gestiegenen Bedarf an Fernwärme an besonders kalten Tagen absichern. Die Inbetriebnahme ist in der Heizperiode 2015/2016 geplant. Die Vergabe der Aufträge erfolgt transparent und öffentlich in einer europaweiten Ausschreibung.

Das HKW Moabit erreicht mit den derzeit bestehenden Anlagen eine elektrische Leistung von rund 150 MWel und eine Wärmeleistung von rund 240 MWth. Es wird hauptsächlich mit Steinkohle und zunehmend mit naturbelassenem Holz betrieben. Das HKW Moabit erzeugt – wie alle Berliner Vattenfall-Kraftwerke – gleichzeitig Strom und Wärme nach dem umweltfreundlichen Prinzip der Kraft- Wärme-Kopplung. Das HKW Moabit wurde 1900 gebaut und ist das älteste Heizkraftwerk Berlins. Seitdem war es Pionier für Entwicklungen der industriellen Stromerzeugung. 1923 verfügte es über die größte Dampfturbine und 1990 über die größte Kesselanlage mit Wirbelschichtfeuerung.

 

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