Pressemeldungen | 16-04-2014 | 13:19 PM

Vattenfall und Minister pflanzen Traubeneichen

Mischwälder prägen Bergbaufolgelandschaft / Sieben Millionen neue Bäume seit 1994 gepflanzt

Unter der Schirmherrschaft des Brandenburgischen Ministers für Landwirtschaft und Infrastruktur, Jörg Vogelsänger, haben heute Vertreter von Vattenfall und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald gemeinsam mit dem Minister Traubeneichen in der Rekultivierung des Tagebaus Welzow-Süd, nahe dem Wolkenberg, gepflanzt. Auf einer 1,5 Hektar großen Fläche kamen Großbäume und Sämlinge aus der Forstbaumschule Fürst Pückler in Bad Liebenwerda in die Erde. Gut eine Woche vor dem offiziellen Tag des Baumes, der jedes Jahr am 25. April begangen wird, ist damit eine weitere Fläche in der Bergbaufolgelandschaft nachhaltig mit dem Baum des Jahres 2014 aufgeforstet worden. Uwe Grosser, Bergbauvorstand bei Vattenfall, sagte anlässlich der Pflanzaktion: „Unser Ziel ist ein Mischwald, in dem vor allem die Kiefer mit der Trauben- und Stieleiche dominiert. Auf diese Weise wollen wir eine vielfältige und wirtschaftlich wertvolle Bergbaufolgelandschaft entstehen lassen, in der sich ein naturnaher Wald entwickeln kann.“

Rund sieben Millionen Bäume sind seit 1994 im Bergbaufolgeland der aktiven Tagebaue im Lausitzer Revier gepflanzt worden. Mit der Traubeneiche hat sich eine heimische Laubbaum als feste Rekultivierungsbaumart etabliert. Minister Vogelsänger dazu: „Die bundesweite Wahl zum Baum des Jahres 2014 fiel auf eine typische Brandenburgerin. Die Traubeneiche (Quercus petraea) wäre nämlich noch vor der Kiefer die typischste Baumart Brandenburgs. Von Natur aus gäbe es in der Mark vor allem Eichenwälder. Leider ist die Traubeneiche durch die Verbreitung des Eichenprozessionsspinners in die negativen Schlagzeilen gerutscht. Trotzdem soll der Traubeneichenanteil im Rahmen des brandenburgischen Waldumbauprogramms deutlich erhöht werden.“ Traubeneichen haben mit rund 1000 Jahren die höchste Lebenserwartung unter den heimischen Baumarten. Ihr hartes und dauerhaftes Holz wird unter anderem bei der Möbelherstellung verarbeitet.

Mit 77 Prozent werden mehr als die Hälfte der vom Bergbau in Anspruch genommenen Flächen standortgerecht aufgeforstet und zum naturnahen Wald entwickelt. Dabei überwiegen mit 70 Prozent die Laubhölzer, wovon 35 Prozent den Eichenarten zuzurechnen sind. Der Regionalverband Lausitz e.V. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald im Landesverband Brandenburg begleitet Vattenfall bei der forstlichen Rekultivierung. So arbeiten Vertreter des Verbandes in den Arbeitskreisen Jänschwalde und Welzow-Süd mit. Hauptanliegen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist es, Kinder wie auch Erwachsene für den Wald und die Umwelt als Lebensgrundlage zu sensibilisieren.

 

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An der Baumpflanzaktion nahmen teil: Friedhelm Hennig von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Vattenfall-Bergbauvorstand Uwe Grosser, die Welzower Bürgermeisterin Birgit Zuchold sowie der Brandenburgische Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (von links nach rechts) Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen ist:

 

Kathi Gerstner, Vattenfall GmbH, Pressesprecherin, Media & Public Relations Cottbus, Telefon 0355 2887 3010, Fax 0355 2887 3066, kathi.gerstner@vattenfall.de