Pressemeldungen | 20-06-2015 | 11:37 AM

Bienen umschwärmen Berlin

Mit dem kalendarischen Sommeranfang erreichen die Bienenvölker ihre maximale Größe – das ist in der Stadt spürbar

Stadtimker Wilfried Kuß aus Tegel hat sechs Bienenvölker an Berliner Energie-Standorten der VE Wärme AG angesiedelt. Die fleißigen Honigsammler schwärmen jetzt, pünktlich zum kalendarischen Sommeranfang, in Mitte, Spandau und Buch aus.
 
„Urban Beekeeping“ ist nicht nur ein Trend, sondern für den Erhalt der wichtigen Honigbienen sehr wichtig, meint Imker Wilfried Kuß: „Es geht den Bienen hier gut und sie werden sich sogar wohler fühlen als auf dem Land. Hier sind sie sicher, können fleißig arbeiten und ungestört Honig produzieren. Kastanien, Robinien, Linden, Kirschen, Pflaumen – gut gefüllte Blütenkelche gibt es reichlich.“ Rund 30 bis 40 Kilo Honig entstehen so im Jahr pro Bienenvolk.

Imker mit Honigbienen

Foto: Imker Kuß mit seinen flotten Bienen auf dem Gelände des HKW Buch.

Ein Bienenvolk besteht aus 40.000 bis 80.000 Bienen. Für ein Kilo Honig müssen die Tiere drei bis fünf Millionen Blüten ansteuern. Die Biene entscheidet selbst, auf welcher Pflanze oder welchem Baum sie landet. Daher kann Wilfried Kuß nicht mit Bestimmtheit sagen, aus welchen Blüten der Stadthonig besteht. „Das lassen wir dann das Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf herausfinden.“
 
Eines steht jedoch fest: Der Berliner Stadthonig ist ein unverfälschtes Naturprodukt. Denn Pflanzenschutzmittel werden in der Stadt weniger versprüht als auf dem Land. Außerdem ist es wärmer als im Umland und dank der durchgängigen Blütezeiten gibt es keine Trachtenlücke. Auf dem Land ist das Leben der Honigbienen aufgrund großflächiger landwirtschaftlicher Nutzung und Monokulturen sowie dem Einsatz von Pestiziden stark gefährdet.
 
Dieser Bedrohung will Gunther Müller, Vorstand der VE Wärme AG, entgegen wirken: „Bienenschutz ist Umweltschutz. Und Bienen brauchen derzeit menschliche Unterstützung. Da wir Energie an vielen Orten in Berlin erzeugen, können wir den Tieren ein geschütztes, naturnahes Zuhause bieten.“
 
 
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