Pressemeldungen | 09-03-2015 | 09:35 AM

Energie für Berlin – Pflanzung von Kurzumtriebsplantagen startet auf Rieselfeldern am Schönefelder Kreuz

Am Dienstag ist es soweit: Drei Hektar Fläche am Schönefelder Kreuz werden mit 30.000 Pappelstecklingen bepflanzt. Das Versuchsprojekt der Berliner Stadtgüter GmbH mit der Energy Crops GmbH, einer Tochtergesellschaft der VE Wärme AG, auf den Flächen der Stadtgüter startet damit in die Umsetzungsphase.

Ziel ist es, auf den ehemaligen Rieselfeldern Kulturen mit schnellwachsenden Bäumen anzulegen. Diese Kurzumtriebsplantagen (KUP) liefern Biomasse-Brennstoffe zur weitgehend klimaneutralen Wärmeproduktion, z. B. für die Berliner Fernwärme im Biomasse-Heizkraftwerk Märkisches Viertel.

Peter Hecktor, Geschäftsführer der Berliner Stadtgüter GmbH, und Jan Grundmann, Geschäftsführer der Energy Crops GmbH, freuen sich über den guten Verlauf des gemeinsamen Vorhabens. Beide Vertragspartner sind zuversichtlich, in den nächsten Jahren gemeinsam weitere Pflanzungen auf den Rieselfeldern am Schönefelder Kreuz anlegen zu können.

Nach intensiver Bodenvorbereitung werden je Hektar rund 10.000 Steckhölzer mit einer Länge von rund 20 cm mit eigens dafür konstruierten Pflanzmaschinen in den Boden eigensetzt. Anschließend keimen die Stecklinge aus und müssen gepflegt werden, um im ersten Jahr gut wachsen zu können. Nach drei bis vier Jahren steht die erste Ernte an. Nach der Ernte treiben die Pflanzen wieder aus den im Boden verbliebenen Wurzeln aus und können dann nach erneuten drei bis vier Jahren geerntet werden. Gelingt es, die Pflanzungen erfolgreich zu etablieren, können sie rund 20 Jahre bewirtschaftet werden.

Durch diesen langen Bewirtschaftungszeitraum und eine Ernte im Drei-Jahresrhythmus bei ansteigenden Erntemengen benötigt die Pflanz-, Pflege- und Erntetechnik verhältnismäßig wenig Energie aus fossilen Quellen. Das macht eine KUP so effizient im Vergleich zu anderen Bioenergieträgern, die jährlich neu angepflanzt werden müssen.

Um unerwünschten Begleitwuchs während der ersten Wachstumsphase der Stecklinge einzudämmen, wird die Pflanzfläche mit verrottbarem Material abgedeckt. Das Kraut kann in diesem Bereich nicht wachsen. Das verbessert den Anwuchs der Stecklinge und verringert den Pflegeaufwand im ersten Jahr. Hierzu werden neue Techniken vergleichend ausprobiert. Im ersten Verfahren wird eine ganzflächige Mulchschicht aufgebracht. Zugleich sollen in diesem Verfahren schädigende Tiere wie Drahtwürmer aus der sensiblen Wurzelzone der jungen Bäume abgelenkt werden. Im zweiten Verfahren wird ein verrottbares Gewebe ausgelegt, um den Begleitwuchs zu unterdrücken und die Wasserverdunstung in einem trockenen Frühjahr zu minimieren.

 

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Julia Klausch, Vattenfall GmbH, Pressesprecherin, Media Relations Germany
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