Pressemeldungen | 18-09-2015 | 10:36 AM

Landvermesser im Reich des Ungefähren

39. Foyerausstellung bei Vattenfall in Cottbus zeigt Bilder von Hartmut Piniek

Mit Arbeiten des Malers Hartmut Piniek setzt Vattenfall seine Reihe der Foyerausstellungen in der Cottbuser Hauptverwaltung fort. Die Eröffnung der 39. Kunstausstellung fand am heutigen Mittwoch, 16. September, statt. Unter dem mehrdeutigen Titel „Land Sichten“ sind zumeist großformatige Gemälde und Grafiken zu sehen, die den Blick des Betrachters über scheinbar weite Landschaften schicken. Sie könnten Wüsten, Tagebaue, Bergmassive oder offene Meeresoberflächen aus der Vogelperspektive sein. Manchmal aber dreht sich bei näherer Betrachtung auch die Perspektive um, und nun wirken sie etwa wie ein Zoom auf wenige Quadratzentimeter eines Teiches, einer Wiese oder eines Weges. Makro- oder Mikrokosmos – selbst mit den reich verstreuten figürlichen Anhaltspunkten ist eine Bestimmung nicht leicht möglich, denn wie alles bleiben sie im Ungefähren, fordern Fantasie und Entdeckergeist des Betrachters ganz.

„Hartmut Piniek setzt sich in seiner künstlerischen Tätigkeit schon sehr lange mit dem Thema Landschaft und den Veränderungsprozessen auseinander. Als Künstler nimmt er dies sicher ganz anders wahr als zum Beispiel ein Ingenieur eines Energieunternehmens. Insofern vermittelt er uns und den Mitarbeitern in unserem Hause neue Sichtweisen“, sagte Dr. Helmar Rendez, Vorstand der Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG, in seiner Begrüßung zur Ausstellungseröffnung. „Aus meiner Sicht vermitteln die Bilder einen Eindruck von Dynamik und Veränderung. Landschaft ist danach nichts Statisches, sie ist in Bewegung. Ob dies nun eher positiv ist oder negativ ist, muss der geneigte Betrachter für sich entscheiden.“

Die Publizistin und Kulturjournalistin Dr. Ingrid Koch hob in ihrer Laudatio die „ungeheure Stille“ hervor, welche die Bilder bei all ihrer Bewegtheit ausstrahlen: „Der Maler Hartmut Piniek zeichnet sich durch einen verhalten gestischen, partiell transparenten Farbauftrag aus, aus dem die atmosphärische Wirkung der Bildlandschaften erwächst. Er ist zudem die Basis einer gewissen Dynamik, die durch unterschiedliche „Störungen“ verstärkt wird. Gemeint sind kantige Abbrüche, Gräben, Wasserlöcher, Mauer und Gebäudereste, Geräte- und Infrastrukturfragmente. Überraschend ist, dass man in den, eher an verlassene Orte denn an Erholungsgebiete erinnernden Bildkompositionen auch Strandkörbe und Sonnenschirme entdeckt.“

Hartmut Piniek, ein Meisterschüler von Bernhard Heisig, wurde 1950 in Wolgast geboren. Von 1979 bis 1984 studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, wo er später, von 1992 bis 1998, auch eine Dozentur für Malerei innehatte. Heute lebt er als freischaffender Künstler in Oelzschau bei Leipzig.

Die Arbeiten von Hartmut Piniek sind bis 23. März 2016 wochentags während der Geschäftszeiten im Foyer der Vattenfall-Hauptverwaltung, Vom-Stein-Straße 39, in Cottbus zu sehen.

 

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Thoralf Schirmer, Vattenfall GmbH, Pressesprecher, Media Relations Cottbus Telefon 0355 2887 3067, Fax 0355 2887 3066, thoralf.schirmer@vattenfall.de