Pressemeldungen | 12-11-2015 | 11:03 AM

Meilenstein bei Vernetzung dezentraler Energieanlagen erreicht

Industriestandard VHPready 4.0 ab sofort im Einsatz

Ab sofort ist er Standard bei allen neuen, dezentralen Berliner Anlagen, die die VE Wärme AG von ihrer Wärmeleitwarte aus steuert: Der webbasierte Kommunikationsstandard VHPready 4.0 (Virtual Heat and Power ready). Er sorgt dafür, dass die steuernde Warte und die einzelnen Anlagen dieselbe Sprache sprechen.

Vattenfall geht davon aus, dass sich der Standard deutschlandweit durchsetzen wird und immer mehr Hersteller von Energieanlagen ihre Produkte mit dem Standard VHPready 4.0 ausstatten werden. Dadurch wird die Betriebsführung dezentraler Energieanlagen sowie deren Integration in virtuelle Kraftwerke kostengünstiger. „Wir begrüßen die Entwicklung zum Branchenstandard sehr, da sich nur durch eine einheitliche, unternehmensübergreifende Kommunikation zwischen Warten und dezentralen Anlagen eine Kostenstruktur erreichen lässt, mit der dezentrale Anlagen wirtschaftlich sinnvoll eine Mitverantwortung für die Systemstabilität im Stromnetz übernehmen können.“ , so Hanno Balzer Leiter Dezentrale Wärmeversorgungslösungen der Vattenfall Europe Wärme AG.

Verbundene dezentrale Energieanlagen bilden ein Anlagensystem und lassen sich so zentral steuern und flexibel regeln. Sie leisten als virtuelles Kraftwerk einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, denn sie sind in der Lage, Schwankungen in der Verfügbarkeit erneuerbarer Energien auszugleichen. Sie helfen, das Stromnetz zu stabilisieren, Strom kann gemeinsam vermarktet werden.

39 Energieunternehmen, darunter erste Unternehmen mit Sitz im Ausland, entwickeln diesen Industriestandard in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) gemeinsam weiter. Denn nur ein gemeinsamer Standard sorgt für die sichere Fernsteuerung und den abgestimmten Betrieb der Erzeugungsanlagen.

Der neue Standard ermöglicht die Steuerung weiterer Anlagenarten, wie beispielsweise Batterien, Wind- und Solaranlagen. Daher ist jetzt auch die Vattenfall Europe Innovation GmbH Mitglied des Industrieforum VHPready e.V., in dem sich die Energieunternehmen zusammengeschlossen haben.

„Mit VHPready 4.0 können wir im Bereich Erneuerbarer Energien verstärkt auf dezentrale Anlagen setzen und das Windportfolio um Solaranlagen und Batterielösungen erweitern. Die Bereitstellung von Regelenergie aus diesen Anlagen planen wir über VHPready zu realisieren.“, so Claus Wattendrup, Geschäftsführer der Vattenfall Europe Innovation GmbH.

Ursprünglich hatte Vattenfall auf der Basis internationaler Kommunikationsnormen VHPready entwickelt und ab April 2011 zur Vernetzung seiner Anlagen eingesetzt. Anfang 2014 übergab die VE Wärme AG den Standard in der Version 3.0 an das Industrieforum VHPready e. V. zur gemeinsamen Weiterentwicklung mit anderen Unternehmen und dem Fraunhofer-Institut. Mit der Version 4.0 steht die jetzt erste Version des Standards zur Verfügung, die im Konsens aller Mitglieder des Vereins entstanden ist.

 

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Olaf Weidner
olaf.weidner@vattenfall.de
+49 30 267 14 930

 

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