Pressemeldungen | 04-08-2015 | 14:45 PM

Sicheres Klimacamp muss ein gemeinsames Ziel sein

Vattenfall informiert über Risikobereiche und appelliert an Verantwortungsbewusstsein 

Zum Auftakt des diesjährigen Klimacamps in Groß Gastrose am 5. August hat Vattenfall an das Verantwortungsbewusstsein der Organisatoren appelliert. Oberstes Ziel für die Beteiligten müsse es sein, dass im Zusammenhang mit den geplanten Aktivitäten weder Teilnehmer und Besucher des kohlekritischen Zeltlagers noch Vattenfall-Mitarbeiter zu Schaden kommen, erklärte Vattenfall.
 
„Tagebaue und Kraftwerke sind versorgungswichtige Produktionsanlagen, deren Störung nicht nur Schaden für den Betreiber, sondern für Verbraucher in ganz Deutschland verursachen kann. Wir möchten, dass die Besucher des Camps das Betriebsgelände von Vattenfall nicht betreten, auch, um sich durch zu große Nähe zu den Betriebsanlagen und Maschinen nicht selbst in Gefahr bringen“, erklärt Uwe Grosser, Vorstand Bergbau der Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG. Darum sei den Organisatoren des Klimacamps ein Infoblatt mit Sicherheitshinweisen übermittelt worden.
 
In der jüngsten Vergangenheit waren von Teilnehmern des Klimacamps im rheinischen Revier und in der Lausitz Kohlebagger besetzt und Gleisanlagen für Kohlezüge blockiert worden. Im September 2013 hatten Greenpeace-Aktivisten in der Nähe des Kraftwerks Schwarze Pumpe Kohlebahngleise von Vattenfall besetzt und damit sich und andere gefährdet. Diese Blockade hatte erst durch das Eingreifen der Polizei beendet werden können. Eine Klage auf Unterlassen und Schadensersatz gegen die Aktivisten ist derzeit vor dem Landgericht Cottbus anhängig. Die Rechtswidrigkeit dieser Aktion hat das Gericht bereits eindeutig bestätigt. Vattenfall stellt klar, dass das Unternehmen sich auch künftig mit allen juristisch zur Verfügung stehenden Mitteln gegen solche oder ähnliche Aktionen zur Wehr setzen wird.   
 
Das Infoblatt von Vattenfall an die Klimacamp-Teilnehmer weist vor diesem Hintergrund vor allem auf die Risiken solcher Vorhaben in der Lausitz hin. „Im Lausitzer Revier werden Kohlezüge nicht nur gezogen, sondern auch geschoben“, erklärt Uwe Grosser. „Das heißt, dass der Triebwagenführer in einem solchen Fall die vor sich liegende Strecke nur bedingt einsehen kann. Zudem ist ein kurzfristiges Reagieren des Lokführers aufgrund langer Bremswege schwierig.“ Eine weitere Gefahrenquelle sei die hohe elektrische Spannung der Fahrleitungsanlage.
 
Vattenfall weist im Rahmen des Klimacamps auf die Bedeutung der Braunkohle für den Industriestandort Deutschland hin. „Jede zehnte Kilowattstunde Strom, die heute in Deutschland genutzt wird, entsteht aus preisgünstiger, heimischer Lausitzer Braunkohle. Braunkohlenkraftwerke werden auf absehbare Zeit noch eine wichtige Aufgabe auf dem Weg zu einer erfolgreichen Energiewende zu erfüllen haben. Sie sichern die Grundversorgung in wind- und sonnenarmen Perioden und helfen als flexible Partner der Erneuerbaren Energien dabei, deren schwankende Stromerzeugung auszugleichen und damit das Stromnetz stabil zu erhalten“, so Uwe Grosser.   
 
Derzeit sind mehr als 8.000 Menschen direkt bei Vattenfalls Braunkohlesparte in Brandenburg und Sachsen beschäftigt, darunter mehr als 600 Auszubildende. Nimmt man die indirekten Effekte dazu, hängen sogar mehr als 22.000 Lausitzer Jobs an der Braunkohle.

 
 
 
 
 
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Thoralf Schirmer, Vattenfall GmbH, Pressesprecher, Media Relations Cottbus
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