Pressemeldungen | 12-08-2015 | 16:13 PM

Tagebauwasser lässt Spree nicht austrocknen

Vattenfall leitet täglich 600 Millionen Liter Wasser in die Spree

Einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Wasserhaushaltes der Spree leistet in diesem trockenen und heißen Sommer 2015 der aktive Braunkohlenbergbau. Wie schon zuletzt in den Jahren 2003 und 2006 sorgt Vattenfall dafür, dass in der Spree und dem Spreewald kaum etwas von der Trockenheit zu spüren ist. So leitet Vattenfall täglich fast 600 Millionen Liter Wasser in die Spree. Die offiziellen Zahlen zeigen, dass rechnerisch gegenwärtig fast die gesamte Wassermenge von 6,2 Kubikmeter pro Sekunde, die am Eingang des Spreewaldes fließt, aus den Vattenfall-Tagebauen stammt. Damit ist sichergestellt, dass alle Unterlieger bis Berlin noch ausreichend Wasser haben.

Auf Bitten der Wasserbehörden hat Vattenfall alle verfügbaren Brunnen rund um die Uhr im Betrieb, da kein Ende der Trockenheit absehbar ist. Im Tagebau Jänschwalde konnte durch zusätzlich in Betrieb genommene Brunnen die Tagesmenge an gehobenem Wasser um 14.000 Kubikmeter erhöht werden. Damit kann der Fluss Malxe als wichtigster östlicher Zufluss im Spreewald stabil Wasser liefern. „Unser Wasserwirtschaftsbetrieb erbringt jeden Tag große Leistungen und wir sind froh, dass wir auch in solchen Extremsituationen über langjährige Erfahrungen und erprobte Vorgehensweisen verfügen“, sagt Dr. Stephan Fisch, Leiter Tagebauentwässerung bei Vattenfall. Zur weiteren Stabilisierung der Spreebewirtschaftung stellt das Kraftwerk Boxberg 1 Million Kubikmeter Wasserreserve aus der Talsperre Bautzen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) zur Bewirtschaftung der Spree zur Verfügung.

Eine besondere Herausforderung ist die Versorgung der drei Lausitzer Braunkohlenkraftwerke mit Kühl- und Brauchwasser. Dafür erhalten die Kraftwerke überwiegend gehobenes Grubenwasser aus den fünf Lausitzer Tagebauen. Zur sicheren Stromversorgung und entsprechend den Anforderungen des Netzbetreibers fahren die drei Lausitzer Kraftwerke derzeit mit ihren verfügbaren Blöcken im oberen Leistungsbereich, da eine Einspeisung von Windstrom, der sonst maßgeblichen Einfluss auf die Leistungsbereitstellung hat, geringfügig ausfällt. Der aktuell hohe Anteil von Sonnenstrom, der zumeist zwischen 11 und 17 Uhr eingespeist wird, erfordert ein schnelles Runterfahren der Produktion zur Mittagszeit sowie ein schnelles Hochfahren der Kraftwerksblöcke in den späten Nachmittagsstunden. Im Monat Juli wurde dagegen die Produktion wetterbedingt nur gering beeinflusst.

 

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Kathi Gerstner, Vattenfall GmbH, Pressesprecher, Media Relations Cottbus, Telefon 0355 2887 3010, Fax 0355 2887 3066, kathi.gerstner@vattenfall.de