Pressemeldungen | 18-12-2015 | 16:45 PM

Vattenfall-Tagebaue beeinflussen Grundwasser in Polen nicht

Bergbauunternehmen weist Schadensersatzforderungen zurück

In zwei Schreiben an die Vattenfall GmbH haben die polnischen Gemeinden Brody und Gubin, vertreten durch die international mit Umweltorganisationen wie Greenpeace vernetzte Stiftung Frank Bold, das Bergbauunternehmen aufgefordert, im Wege eines Vergleichs die Kosten für erhöhte Aufwendungen der Trinkwasserbehandlung in Höhe von insgesamt etwa 1,1 Millionen Złoty (etwa 275.000 Euro) zu übernehmen. Diese seien „wegen der Auswirkungen des Senkungstrichters der Braunkohlengrube“ vor allem für den Bau beziehungsweise die Reparatur von Wasseraufbereitungsstationen, den Bau eines neuen Tiefbrunnens sowie zusätzlicher Wasserleitungsnetze entstanden. In den Schreiben wird in diesem Zusammenhang auch von Bergschäden gesprochen, ohne dies näher zu begründen.
 
Vattenfall weist indessen entschieden die Behauptung zurück, dass der Tagebaubetrieb in Jänschwalde und Cottbus-Nord Einfluss auf die Grundwassermenge oder -qualität auf polnischem Territorium hat. „Schon durch die räumliche Entfernung ist es völlig ausgeschlossen, dass die im Vergleichsangebot angezeigten Schadensfälle einen sachlichen Zusammenhang zum Betrieb des Tagebaues haben“, sagt Ingolf Arnold, Leiter Geotechnik bei Vattenfall. „Zudem garantieren die 10,8 Kilometer lange Dichtwand auf deutscher Seite und eine am Ostrand des Kohlenfeldes Jänschwalde verlaufende rinnenartige geologische Struktur aus wasserundurchlässigen Tonen, dass der Grundwasserabsenkungstrichter auf deutsches Territorium begrenzt bleibt.“
 
Vattenfalls Chefgeologe verweist darauf, dass seit 1985 ununterbrochen zweimal  jährlich durch deutsche und polnische Wasserbehörden maßgebende Grundwassermessstellen beiderseits der Lausitzer Neiße zwischen Forst / Zasiecki und Guben / Gubin gemessen und gemeinsam bewertet werden. Die Ergebnisse der Bewertung finden Eingang in die jährlichen Sitzungen der deutsch-polnischen Grenzgewässerkommission und werden zugleich auch der Wojewodschaft Lubuskie zur Verfügung gestellt. Regelmäßig wurde dabei festgestellt, dass in den für die Wasserversorgung der Bevölkerung genutzten Grundwasserhorizonten auf polnischem Staatsgebiet kein Einfluss des Tagebaues Jänschwalde nachweisbar ist.
 

 
 
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