Pressemeldungen | 27-05-2016 | 13:33 PM

4,5 Kilometer Dichtwand am Tagebau Welzow-Süd sind fertig

Erster Lückenschluss von zwei getrennten Bauabschnitten ist erfolgt

Nach gut fünfjähriger Bauzeit konnte gestern Nachmittag die erste Lücke zwischen zwei bislang getrennten Bauabschnitten in der Dichtwand am Südrand des Tagebaus Welzow-Süd geschlossen werden. Mit 4,5 Kilometer Länge ist damit knapp die Hälfte der künftig insgesamt 10,2 Kilometer langen und über 100 Meter tiefen dauerhaften Wasserbarriere zwischen dem Tagebau Welzow-Süd und dem Lausitzer Seenland hergestellt. Mit dieser Lückenschließung erhöht sich die Gesamtlänge aller in der Lausitz bisher durch den Bergbau hergestellten Dichtwände auf rund 33 Kilometer. Bis zum Jahr 2022 soll der Zielpunkt westlich von Lieske erreicht sein.

Aktuell arbeiten zwei Schlitzfräsgeräte im ersten Bauabschnitt der Dichtwand in östlicher Richtung. Den Lückenschluss nordwestlich von Bluno hat das von Beginn an eingesetzte Schlitzfräsgerät „SFG VB 130“ vollzogen. Dieses Gerät kann Tiefen bis 130 Meter erreichen und kommt bis zu drei Meter pro Tag vorwärts. Das zweite, baugleiche, Gerät ist seit Juni 2012 im Einsatz. Wegen der tiefreichenden gut wasserdurchlässigen Gebirgsschichten zum Lausitzer Seenland hin ist, anders als bei bislang hergestellten Dichtwänden, eine Tiefe von über 100 Meter erforderlich. Die Dichtwandtrasse überschreitet an zwei Stellen die Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen. Der Lückenschluss heute erfolgte auf sächsischem Territorium. In den nächsten Wochen wird das erste Dichtwandgerät an das östliche Dichtwandende umgesetzt, um dem zweiten Gerät entgegen zu kommen.

Durch die Errichtung der Dichtwand wird die wasserwirtschaftliche und touristische Nutzung des Lausitzer Seenlandes auch während der Braunkohleförderung im Tagebau Welzow-Süd erhalten bleiben. Für eine Dichtwand wird ein tiefer Schlitz in die Erde gefräst, dieser ist mit einem Ton-Wasser-Gemisch gefüllt. Dieses Gemisch führt zu einer Abdichtung der beiden gegenüberliegenden Seiten des Schlitzes. Nachdem der Schlitz wieder verfüllt wurde, ist die etwa ein Meter breite unterirdische Wand wasserundurchlässig.

Am 2. Juni 2016 informieren Vertreter des Sächsischen Oberbergamtes, des Geräteherstellers Firma Bauer und Mitarbeiter von Vattenfall, geladene Gäste von sächsischen und brandenburgischen Behörden über ihre Erfahrungen beim Dichtwandbau und besichtigen den Ort des Lückenschlusses an der Dichtwandbaustelle.

 

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Kathi Gerstner, Vattenfall GmbH, Pressesprecherin, Media & Public Relations Cottbus Telefon 0355 2887 3010, Fax 0355 2887 3066, kathi.gerstner@vattenfall.de