Pressemeldungen | 13-12-2016 | 12:46 PM

Modulares Konzept soll Heizkraftwerk Wedel ersetzen

Gesellschafterversammlung der Vattenfall Wärme Hamburg genehmigt Planungsmittel für Fernwärmesammelleitung und Anschluss Stellingen  

Die Gesellschafterversammlung der Vattenfall Wärme Hamburg GmbH (VWH) hat auf ihrer Sitzung am 12. Dezember 2016 Planungsmittel in Höhe von 5,5 Mio. Euro für ein modulares Konzept als Ersatz des Heizkraftwerks Wedel freigegeben.

Als Teil des favorisierten Konzepts soll die Müllverbrennungsanlage Rugenberger Damm (MVR) in Hamburg-Altenwerder mit einer neu zu errichtenden Fernwärmesammelleitung künftig Wärme in den Westen der Stadt liefern. Die neue Elbquerung bietet zudem die Möglichkeit, weitere Wärmepotenziale südlich der Elbe an das Fernwärmenetz der VWH anzuschließen. So soll unter anderem der Bau einer Wärmepumpe am Standort Dradenau durch Hamburg Wasser weiter untersucht werden.

Als weitere Maßnahme soll die Anbindung des Standorts Stellinger Moor an das zentrale Fernwärmenetz vorbereitet werden. Die Stadtreinigung Hamburg plant dort die Errichtung einer Recycling-Anlage sowie den Bau eines Biomasseheizkraftwerks.

Eine mögliche verbleibende Lücke zum vollständigen Ersatz der Wärmekapazität des Heizkraftwerkes Wedel (390 Megawatt) könnte durch den Zubau von gasgefeuerten Kapazitäten am Standort Haferweg und/oder Power-to-Heat-Anlagen südlich der Elbe geschlossen werden.

„Der von den Gesellschaftern eingeschlagene Weg, vorhandene Wärmequellen zu erschließen und an das zentrale Fernwärmesystem Hamburgs anzuschließen, ist die bestmögliche Lösung für den Ersatz des Kohlekraftwerks Wedel. Für unsere Kunden wollen wir auf diesem Weg weitgehende Stabilität der Fernwärmepreise erreichen. Gleichzeitig senken wir so nachhaltig die CO2-Emissionen pro versorgter Wohneinheit und leisten einen Beitrag zur Erreichung der Hamburger Klimaschutzziele. Die Balance von Wettbewerbsfähigkeit und Bezahlbarkeit der Wärme auf der einen Seite und einer weiteren Verbesserung der Umweltverträglichkeit auf der anderen Seite erfordert einen langfristig angelegten Umbauprozess", sagt Pieter Wasmuth, Geschäftsführer der Vattenfall Wärme Hamburg GmbH.

Die verschiedenen Komponenten des modularen Konzepts ermöglichen einen vollständigen Ersatz des kohlegefeuerten Heizkraftwerks Wedel aus dem Jahr 1961. Es versorgt heute rund 120.000 Wohneinheiten im Hamburger Westen mit Fernwärme.


Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:

Karen Kristina Hillmer, Vattenfall GmbH, Pressesprecherin, Media Relations Germany

Telefon 040 2718 3732, Fax 040 2718 3770, karenkristina.hillmer@vattenfall.de