Pressemeldungen | 17-05-2016 | 17:27 PM

Nach den Pfingstkrawallen: Vattenfaller räumen auf

Kohlegegner wollten Züge zum Entgleisen bringen / Nach Ende der Blockaden Spur der Verwüstung

Die kriminellen Gewalttaten der Kohle- und Systemgegner haben über die Besetzungsaktionen vom Pfingstwochenende hinaus ihre Spuren im Revier hinterlassen. Mehrere manipulative Vorrichtungen an den Gleisen der Kohleverbindungsbahn wurden mit der Absicht angebracht, eine Zugentgleisung herbeizuführen. Damit haben die Täter Straftaten begangen bei denen sie billigend in Kauf genommen haben, dass Menschenleben gefährdet werden. Ebenso wurden Signalanlagen manipuliert und eine Bombenattrappe versteckt. Beim Rangieren entgleiste heute Morgen eine Lok kurzzeitig, konnte nur aufgrund der geringen Geschwindigkeit wieder auf den Schienen zum Stehen kommen. Ein Zugzusammenstoß wegen manipulierter Signalanlagen konnte dank erhöhter Aufmerksamkeit verhindert werden. Manipulationen waren ebenfalls an einem Gleisstück im Bereich der Kohlebahnverbindungsbrücke über der Bundesstraße 97 vor der Einfahrt des Kohlerbunkers im Kraftwerk Schwarze Pumpe angebracht. Ein Entgleisen hätte hier den Absturz eines Zuges von der Brücke auf die B97 zur Folge haben können.

„Wir haben überhaupt kein Verständnis für diese von den Kohle- und Systemgegnern begangenen massiven kriminellen Gewalttaten. Wer nach den Ereignissen an diesem Wochenende das Klima-Camp und Ende Gelände immer noch unterstützt, stellt sich bewusst an die Seite von Straftätern. Ende Gelände und Klima-Camp haben ungeordnete Gruppen von radikalen Kohlegegnern versammelt und dabei die Kontrolle über radikale Kräfte verloren. Die große Mehrheit der Aktivisten hatte nicht die Absicht, friedlich zu demonstrieren sondern hat es auf Eskalation angelegt und damit auch Gefährdung von Menschen billigend in Kauf genommen“, zeigte sich der Vorstandsvorsitzende von Vattenfall Europe Mining und Vattenfall Europe Generation, Dr. Hartmuth Zeiß, bestürzt.

Aktuell werden alle Schäden protokolliert. Im Bereich der Kohleverladung im Tagebau WelzowSüd sind massive Schäden an der Leittechnik, wie gelöste und ausgeklemmte Einspeisekabel, vorgefunden worden. Technische Anlagen, darunter die Beleuchtungsanlage, sind mit Stroh vollgestopft worden, womit eine akute Brandgefahr bei Inbetriebnahme herbeigeführt worden ist. Zudem wurden Feuerlöscher entleert. Auch die Erstürmung des Kraftwerkes Schwarze Pumpe hinterlässt eine Reihe von Schäden, die vor allem bei dem gewaltsamen Eindringen auf das Gelände entstanden sind. Über das genaue Ausmaß der Schäden kann derzeit noch keine abschließende Aussage getroffen werden. Insgesamt sind vier Strafanzeigen wegen Haus- und Landfriedensbruch, Störung öffentlicher Betriebe und Nötigung gegen Unbekannt, drei davon an die Polizei in Cottbus und eine an die Polizei in Görlitz, gestellt worden.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen sind:

Thoralf Schirmer, Vattenfall GmbH, Pressesprecher, Media Relations Cottbus Telefon 0355 2887 3067, Fax 0355 2887 3066, thoralf.schirmer@vattenfall.de

Kathi Gerstner, Vattenfall GmbH, Pressesprecherin, Media Relations Cottbus Telefon 0355 2887 3010, Fax 0355 2887 3066, kathi.gerstner@vattenfall.de