Pressemeldungen | 21-07-2016 | 09:59 AM

Vattenfall im ersten Halbjahr 2016: Stabiles operatives Geschäft – Wertminderungen aufgrund schwieriger Marktbedingungen

Niedrigere Kosten und eine stabile Erzeugung haben zu einer Verbesserung des bereinigten Betriebsergebnis im ersten Halbjahr auf ca. 11 Milliarden Schwedische Kronen (SEK) geführt. Die Marktsituation bleibt aufgrund der weiterhin niedrigen Börsenstrompreise und Margen schwierig und macht erhebliche Wertminderungen vor allem der Braunkohleanlagen erforderlich.

Januar–Juni in der Zusammenfassung:

  •  Der Umsatz belief sich auf 34.482 Mio. SEK (Vorjahr: 36.115 Mio. SEK) im 2. Quartal und auf 80.411 Mio. SEK (Vorjahr: 81.492 Mio. SEK) im 1. Halbjahr.
  • Das bereinigte Betriebsergebnis betrug im 2. Quartal 2.907 Mio. SEK (Vorjahr: 2.966 Mio. SEK) und im 1. Halbjahr 11.044 Mio. SEK (Vorjahr: 10.703 Mio. SEK).
  • Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf -28.644 Mio. SEK (Vorjahr: -28.812 Mio. SEK) für das 2. Quartal und auf -22.042 Mio. SEK (Vorjahr: -23.825 Mio. SEK) für das 1. Halbjahr.
  • Im 2. Quartal wurden 39,9 Terawattstunden (TWh) Strom produziert (Vorjahr: 39,7 TWh) und im 1. Halbjahr 88,7 TWh (Vorjahr: 86,1 TWh).


Kommentar von Magnus Hall:
„Das erste Halbjahr war durch ein stabiles operatives Geschäft und eine Reihe von für uns wichtigen Ereignissen, wie beispielsweise dem Energieabkommen in Schweden, gekennzeichnet. Die Geschäftslage, mit niedrigen Strompreisen an der Börse und im Großen und Ganzen unveränderten Marktvolumina, ist jedoch weiterhin schwierig. Vor diesem Hintergrund ist das leicht verbesserte bereinigte Ergebnis in Höhe von 11 Mrd. SEK im ersten Halbjahr dennoch erfreulich“, so Magnus Hall, Präsident und CEO von Vattenfall AB.

Die Marktsituation macht Wertminderungen an den Vermögenswerten, insbesondere den fossilen Anlagen, in einer Höhe von insgesamt 30 Mrd. SEK erforderlich. Davon entfallen 21 Mrd. SEK auf die deutschen Braunkohleanlagen. Allerdings wären die negativen Auswirkungen noch deutlicher spürbar gewesen, wenn diese Anlagen im Unternehmen blieben und weiterbetrieben würden . Dies hätte bereits in diesem Zwischenbericht zu höheren Wertminderungen geführt.

„Durch den Verkauf machen wir die zukünftige Ausrichtung von Vattenfall deutlich - nämlich das zu liefern, was der Kunde wünscht, also Strom und Wärme, die mit einem höheren Anteil von erneuerbarer Energie erzeugt wurden. Deutschland bleibt weiterhin einer der wichtigsten Märkte für Vattenfall, auf dem wir in allen wesentlichen Geschäftsbereichen vertreten sind“, so Magnus Hall weiter.

Die Entscheidung von Vattenfall, mehr als drei Mrd. SEK in einen neuen Offshore-Windpark vor Aberdeen in Großbritannien zu investieren, ist Teil der Wachstumsstrategie im Bereich der erneuerbaren Energien.

Darüber hinaus hat Vattenfall beschlossen, Investitionen in Maßnahmen zur Sicherstellung des langfristigen Betriebs des Kernkraftwerks Forsmark in Schweden zu tätigen und prüft derzeit die Aussichten für die Blöcke 3 und 4 des Kernkraftwerks Ringhals in Schweden. Diese Investitionen sind möglich, weil das schwedische Energieabkommen die Abschaffung der Leistungssteuer auf Kernenergie vorsieht.

„Wir setzen den Wandel von Vattenfall hin zu einem wichtigen Akteur in der neuen Energielandschaft, in der der Kunde im Mittelpunkt steht, fort. Harte Arbeit in Kombination mit Wachstum in mehreren Bereichen und weitere Effizienzsteigerungen werden uns in die richtige Richtung führen“, sagt Magnus Hall.

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen
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