Pressemeldungen | 21-06-2017 | 15:38 PM

Der größte Kühlschrank Berlins wird „20“

Geburtstag zum Sommeranfang

Das Kind ist erwachsen geworden. Bis heute, an seinem 20. Geburtstag, hat sich der „größte Kühlschrank Berlins“ zum Herzstück der Kälteversorgung für Berlins Zentrum entwickelt. Gerade einmal ein Gebäude auf Europas größter Bausteller war fast fertiggestellt, als die Kältezentrale nahe des Potsdamer Platzes im Sommer 1997 ihre Geburtsstunde erlebte.  

Fünf Kältemaschinen, eine installierte Leistung von 20 Megawatt und eine verfügbare Trassenlänge von fünf Kilometer Leitungen waren die Startparameter des „Neugeborenen“. Bis heute, zwei Jahrzehnte später, hat Vattenfall 70 Millionen Euro in den Ausbau der Quartier-Kälte investiert, um der stetig steigenden Kälte-Nachfrage in Berlins neuem Zentrum gerecht zu werden. Inzwischen sorgen 15 Kältemaschinen mit insgesamt 50 Megawatt Leistung und ein Kältenetz von 14 Kilometern Länge dafür, dass die Menschen in den Gebäuden am Potsdamer und Leipziger Platz auch bei heißen Sommertemperaturen kühlen Kopf bewahren können.  

Gunther Müller, Vorstands-Chef der Vattenfall Wärme Berlin, freut sich über die geglückte Quartiersentwicklung: „Am Potsdamer Platz nutzte des Land Berlin eine historisch einmalige Chance für eine nachhaltige Infrastruktur und bereitete das neue Stadtquartier vorbildlich vor. Ausgeschrieben wurde eine preisgünstige, architektonisch ansprechende und ökologische Energieversorgung für das künftige Areal. Wir erhielten damals den Zuschlag, konnten unsere Kälte-Leitungen noch unter der ‚grünen Wiese‘ verlegen, bevor die Gebäude kamen. Entstanden ist eine für Deutschland einzigartige Quartier-Kälteversorgung. Heute sind wir sehr froh, wie flexibel unsere Kälte mit den Kunden gewachsen ist. Ökologisch und ökonomisch smart steuern wir die Kältemaschinen und erfüllen im Kältenetz schon heute die Klimaziele für 2050.“

(Wärme-Chef Gunther Müller und Mittes Bürgermeister Stephan von Dassel beim Anschneiden der Geburtstagstorte für die nun 20-jährige Kältezentrale - Foto: Reiner Freese)

 (Wärme-Chef Gunther Müller und Mittes Bürgermeister Stephan von Dassel beim Anschneiden der Geburtstagstorte für die nun 20-jährige Kältezentrale - Foto: Reiner Freese)

 

9.000 Tonnen CO2 spart Berlins größter Kühlschrank jährlich gegenüber der Versorgung mit Einzel-Klimaanlagen in den Gebäuden. Dabei kommen zwei verschiedene Verfahren zum Einsatz. In Absorptionskältemaschinen wird Fernwärme aus dem nahegelegenen HKW Mitte in Kälte umgewandelt. Bei den Kompressionskältemaschinen kommt regenerativ erzeugter Strom für die elektrische Kälte-Erzeugung zum Einsatz.
 
Rund eine Million Quadratmeter Fläche in etwa 12.000 Büros, mehr als 1.000 Wohnungen und zahlreichen Kultureinrichtungen versorgt die Kältezentrale heute an Leipziger Platz, Potsdamer Platz und Umgebung mit ihrem begehrten Produkt. Und das bei seit 20 Jahren hoher Verfügbarkeit von 99,9 Prozent. Dass die Nachfrage weiter steigt, belegen auch die folgenden Zahlen: Von 2015 zu 2016 stieg der Kältebedarf in dem Gebiet um zehn Prozent an. Im Jahr 2016 wurde mit einem Kälteabsatz von 60.000 Megawattstunden (dies entspricht etwa der Jahresarbeit von mehr als 650.000 haushaltsüblichen Kühlschränken) ein neuer Höchstwert erreicht.
 
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Olaf Weidner, olaf.weidner@vattenfall.de
Vattenfall GmbH, Media Relations Germany, Telefon +49 30 8182 2361