Pressemeldungen | 21-07-2017 | 15:09 PM

Offshore-Windpark Sandbank wird offiziell eingeweiht

Eröffnungsfeier am 23. Juli unter dem Motto: „Grillpower mit Windpower“

Windpark-Einweihung einmal anders: Am Sonntag (23.7.) nehmen Vattenfall und die Stadtwerke München (SWM) den Offshore-Windpark Sandbank mit einem öffentlichen Grillfest im Hamburger Stadtpark offiziell in Betrieb. Unter dem Motto „Grillpower mit Windpower“ wollen Vattenfall und die SWM die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von klimafreundlichem Nordsee-Strom konkret erfahrbar machen – wie zum Beispiel in der Umwandlung von Strom zu Wärme auf dem Elektrogrill.

Produziert wird der grüne „Offshore-Grillstrom“ mitten in der Nordsee, 90 Kilometer Luftlinie westlich der Insel Sylt im Offshore-Windkraftwerk Sandbank, das 72 Windenergieanlagen des Typs Siemens SWT-4.0 130 umfasst. Alle Windenergieanlagen zusammen verfügen über eine installierte Leistung von 288 Megawatt (MW). Der Baubeginn von Sandbank auf hoher See erfolgte im Sommer 2015. Im Regelbetrieb erzeugt der Park eine jährliche Strommenge, die rechnerisch dem Bedarf von 400.000 deutschen Haushalten entspricht. Im Vergleich zu konventionell erzeugtem Strom vermeidet Sandbank damit jährlich mehr als 700.000 Tonnen CO2-Emissionen.

Hierzu sagt Gunnar Groebler, Senior Vice President von Vattenfall und Leiter des Geschäftsbereichs Wind: „Ich freue mich sehr auf die offizielle Einweihung von Sandbank, denn dieser Offshore-Windpark ist ein weiterer Beleg für unsere Strategie, den Umbau von Vattenfalls Erzeugungsportfolio hin zu den erneuerbaren Energien weiter mit Nachdruck voranzutreiben. Unser erklärtes Ziel ist es, unseren Kunden klimafreundliche Lösungen anzubieten und als Unternehmen innerhalb einer Generation CO2-frei zu werden. Wie vielfältig Strom aus erneuerbaren Energien schon heute genutzt werden kann, das möchten wir unseren Gästen mit diesem Grillfest zeigen.“

Sandbank ist neben dem rund 20 Kilometer entfernt arbeitenden Schwester-Windkraftwerk DanTysk (288 MW, seit 2015 in Betrieb) bereits das zweite große Energiewendeprojekt, das Vattenfall und die Stadtwerke München (SWM) gemeinsam realisieren. Damit zählen Vattenfall und die SWM zu den führenden Erzeugern von grünem Strom in der deutschen Nordsee. Gunnar Groebler: „Ich möchte mich ausdrücklich bei den Stadtwerken München für die sehr partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Das gesamte Sandbank-Team aus beiden Unternehmen hat einen tollen Job gemacht, was sich nicht zuletzt darin widerspiegelt, dass der Windpark drei Monate früher als geplant errichtet werden konnte.“

Dr. Florian Bieberbach, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: „Mit Sandbank haben wir ein weiteres Großprojekt unserer Ausbauoffensive Erneuerbare Energien erfolgreich realisiert. Es ist der vierte Offshore-Park, an dem wir beteiligt sind. Er bringt uns unserem Ziel 100 Prozent Ökostrom für München bis 2025 einen großen Schritt näher. Nun können wir schon mehr als die Hälfte des gesamten Münchner Stromverbrauchs mit Ökostrom decken. Ich danke allen, die bei der Entstehung dieses leistungsstarken Öko-Kraftwerks mitgewirkt haben, insbesondere unserem Partner Vattenfall und seinem Projektteam. Nun wünsche ich uns allzeit eine steife Brise.“ 

Zum Projekt Sandbank

Das Investitionsvolumen für den Offshore-Windpark Sandbank beläuft sich auf rund 1,2 Milliarden Euro. An der für die Umsetzung des Projekts gegründeten Sandbank Offshore Wind GmbH hält Vattenfall 51 Prozent, die Stadtwerke München (SWM) halten 49 Prozent der Anteile. Der Strom, den das Windkraftwerk Sandbank produziert, wird zunächst im parkinternen Offshore-Umspannwerk gesammelt, dort von einer Spannungsebene von 33 Kilovolt (kV) auf 155 Kilovolt transformiert und dann weitergeleitet zu einer Offshore-Konverterstation. Von dort aus gelangt der Strom als Gleichstrom über eine Distanz von 165 Kilometer an Land in Büsum, Schleswig Holstein.

Infos zum Grillfest unter: www.vattenfall.de/offshore-grillen


Ihre Ansprechpartner für Fragen:

Vattenfall GmbH
Lutz Wiese, Pressesprecher,
Tel.: +49 (0)30 – 81 82 23 32,
E-Mail: lutz.wiese@vattenfall.de

Stadtwerke München GmbH
Bettina Hess, Pressesprecherin,
Tel.: +49 (0)89 – 23 61 50 42,
E-Mail: presse@swm.de

Über Vattenfall

Vattenfall ist ein führendes europäisches Energieunternehmen und betreibt derzeit in Nordeuropa rund 1.100 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von gut 2.500 MW. Der Geschäftsbereich Wind von Vattenfall agiert gegenwärtig in sechs europäischen Ländern: Schweden, Großbritannien, Niederlande, Deutschland, Dänemark und Frankreich. 2016 hat Vattenfall mehr als sechs Milliarden Kilowattstunden (6 TWh) Windstrom produziert. Diese Strommenge reicht rechnerisch, um den Jahresstrombedarf von 1,7 Millionen deutschen Durchschnittshaushalten zu decken. Bis 2020 will Vattenfall seine Windleistung an Land und auf See auf 4.000 MW ausbauen. Im Zeitraum 2016 - 2020 investiert das Unternehmen hierfür 5,5 Milliarden Euro.

Die Stadtwerke München

Die Stadtwerke München (SWM) zählen zu den größten Energie- und Infrastrukturunternehmen Deutschlands. Sie setzen die Energiewende ganzheitlich um, also im Strom- und Wärmebereich. Das Ziel beim Strom: Bis 2025 wollen die SWM so viel Ökostrom erzeugen, wie ganz München verbraucht. München wird damit weltweit die erste Millionenstadt sein, die dieses Ziel erreicht! 2008 haben sie hierzu die Ausbauoffensive Erneuerbare Energien gestartet. Und das mit Erfolg. Schon jetzt können sie über die Hälfte des Münchner Bedarfs mit Ökostrom decken. Einen wichtigen Beitrag hierzu liefert die Windenergie.

 

 

Daten und Fakten Sandbank
Name Offshore-Windpark Sandbank
Joint Venture Partner Vattenfall Windkraft GmbH (51%)
Stadtwerke München GmbH (49%)
Anzahl Windturbinen 72
Turbinentyp SWT-4.0-130
Nennleistung je Turbine 4,0 MW
Gesamte installierte Leistung 288 MW
Voraussichtliche Jahresstromproduktion 
= Verbrauch Anzahl deutscher Haushalte
1,4 Terawattstunden (TWh)
~ 400.000 (bei Jahresverbrauch von 3700 kWh)
Wassertiefe 24-33 m
Fundament-Typ Monopiles
Fläche des Windparks 60 km2
Entfernung zur Küste 110 km (90 km vor Sylt)
Höhe bis Rotorblattspitze über Meeresspiegel 158 m
Nabenhöhe 95 m
Rotordurchmesser 130 m
Offshore-Konverterstation Sylwin1
Kabellänge bis zur Küste 165 km ab Konverterstation
Landungsstelle des Kabels Büsum
Distanz zwischen Kabel-Landung und Umspannwerk 45 km
Baubeginn Juli 2015 (Fundamente für WEA)
Hauptvertragspartner:  
Turbinen Siemens AG
Fundamentherstellung incl. Verbindungsstück EEW Special Pipe Constructions GmbH
Fundamentinstallation Bilfinger Marine & Offshore Systems GmbH
Turbineninstallationsschiff MPI  Contractors B.V.
Innerparkverkabelung VBMS
Offshore Umspannwerk Bladt Industries A/S