Pressemeldungen | 01-06-2017 | 12:57 PM

Vattenfall investiert in Zukunftstechnologie

In Berlin entsteht größte Power to Heat-Anlage Deutschlands

Vattenfall investiert im Berliner Bezirk Spandau in den kommenden zwei Jahren nahezu 100 Millionen Euro. Drei hochflexible und effiziente Heißwassererzeuger mit einer Gesamtkapazität on 120 MWth werden ‐ mittels Power‐to‐Heat‐Technologie ‐ Wärme aus Strom erzeugen. Das
heißt, sie nutzen Elektrizität zur direkten Erhitzung von Wasser für das Fernwärmenetz. Zum Projektumfang gehören weiterhin Investitionen in hydraulische und elektrische Infrastruktursowie in gasgefeuerte Heißwassererzeuger, die Verbrauchsspitzen im Fernwärme‐System
abdecken werden und damit zur Versorgungssicherheit beitragen.

Vattenfall baut seine Kapazitäten in der Nutzung der zukunftsorientierten Power‐to‐Heat (Strom‐zu‐Wärme)‐Technologie hier in großem Maßstab aus. Diese Anlage ermöglicht die zukünftige Nutzung erneuerbarer Energie zur umweltfreundlichen Wärmeversorgung und wird die größte Deutschlands sein.

Nach der Inbetriebnahme sämtlicher Heißwassererzeuger dieses Projektes kann Block C des Steinkohle‐Heizkraftwerks Reuter wie geplant nach der Heizperiode 2019/2020 vom Netz gehen.

Mit diesem Vorhaben verfolgt Vattenfall seine Strategie konsequent, bis zum Jahr 2030 vollständig aus der Kohlenutzung in der deutschen Hauptstadt auszusteigen, und realisiert einen weiteren Punkt der Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin.

„Erst im Februar haben wir den Bau des neuen Heizkraftwerkes in Berlin‐Marzahn endgültig beschlossen. Mit unserer nun zweiten großen Investitionsentscheidung für die Berliner Fernwärme in diesem Jahr untermauern wir abermals unser Bekenntnis zum Standort Berlin und unterstützen die Landesregierung einmal mehr in ihrem Bestreben, bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität für Berlin zu erreichen“, sagt Vattenfalls Deutschland‐Chef Tuomo Hatakka.

Gunther Müller, Vorstandschef der Vattenfall Wärme Berlin, bekräftigt: „Unsere Fernwärme spielt eine wichtige Rolle in der Berliner Energiewende. Die Power‐to‐Heat‐Anlage in Spandau wird nicht nur den Einsatz des Steinkohle‐Heizkraftwerkes Reuter West optimieren, sondern in der Zukunft auch die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen zur Erzeugung von klimaschonender Fernwärme möglich machen.“

Das Investitionsvorhaben ist ein Projekt unter dem Dach von WindNODE, der nordostdeutschen Modellregion für intelligente Energie. Im Rahmen des Programms ‚Schaufenster intelligente Energie‘ (SINTEG) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie insgesamt fünf Modellregionen in Deutschland, in denen Lösungen für eine intelligente Energieversorgung der Zukunft mit wachsenden Anteilen erneuerbarer Energien entwickelt werden.

Die Freigabe der Investition wurde mit der Auflage erteilt, dass die Änderungsgenehmigung nach Paragraph 16 des Bundes‐Immissionsschutzgesetzes Rechtskraft erlangt.

 

Mehr Informationen zur Investitionsentscheidung für ein modernes Heizkraftwerk in Marzahn (Februar 2017)


Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Olaf Weidner, olaf.weidner@vattenfall.de
Vattenfall GmbH, PRA & Media Relations Germany,
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