Pressemeldungen | 28-07-2011 | 11:00 AM

Ausstieg aus der Kernenergie beeinträchtigt Vattenfall Ergebnis um 10,2 Mrd. SEK

Das Betriebsergebnis von Vattenfall verringerte sich im 2. Quartal 2011 um 12,2 Mrd. Schwedische Kronen (SEK). Dies ist in erster Linie auf die Entscheidung der deutschen Bundesregierung zum Ausstieg aus der Kernenergie, aber auch auf die im Vergleich zum Vorjahresquartal 2010 niedrigeren Erzeugungs- und Verkaufsvolumina zurückzuführen.

Die Nettoumsatzerlöse verringerten sich bezogen auf das 2. Quartal 2011 um 18,6 Prozent auf 40.443 Mio. SEK (2010: 49.713) und bezogen auf das 1. Halbjahr 2011 um 23,3 Prozent auf 92.311 Mio. SEK (120.370).

Das Betriebsergebnis sank im 2. Quartal um 12.202 Mio. SEK auf -3.239 Mio. SEK (8.963). Davon sind 10,2 Mrd. SEK als Einmaleffekt aufgrund der Entscheidung der deutschen Bundesregierung zum Ausstieg aus der Kernenergie zu bewerten. Infolgedessen ist Vattenfall gezwungen, Abschreibungen am Buchwert der beiden Anlagen Krümmel und Brunsbüttel vorzunehmen und die Rückstellungen für den Rückbau und die Entsorgung der Brennelemente zu erhöhen.

Niedrigere Erzeugungs- und Verkaufsvolumina bei Strom, Gas und Wärme sowie ein durch Währungskurseffekte im Durchschnitt niedrigerer Strompreis belasteten das Ergebnis mit 3,6 Mrd. SEK.

Positiv auf das Ergebnis wirkten sich die niedrigeren Kosten für Betrieb und Instandhaltung sowie Vertrieb und Verwaltung (0,7 Mrd. SEK) und Gewinne aus Verkäufen von Unternehmensanteilen und Immobilien aus (1,4 Mrd. SEK). (Weitere Details zum Ergebnis im Halbjahresbericht).

Der Gewinn nach Steuern sank um 8.420 Mio. SEK auf –3.235 Mio. SEK (5.185).

Vattenfalls Stromerzeugung ging im 2. Quartal 2011 um 8,9 Prozent auf 37,7 Terawattstunden (TWh; 2010: 41,4) zurück. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft reduzierte sich um 10,1 Prozent auf 7,1 TWh (7,9). Die Erzeugung durch Kernenergie nahm um 17,1 Prozent auf 10,2 TWh (12,3) ab. Die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen ging um 4,4 Prozent auf 19,5 TWh (20,4) zurück. Mit 0,7 TWh (0,4) konnte die Erzeugung aus Windkraft nahezu verdoppelt werden. Die Stromerzeugung aus Biomasse und Ersatzbrennstoffen halbierte sich auf 0,2 TWh (0,4). Der Wärmeabsatz sank um 22,1 Prozent auf 6,0 TWh (7,7), der Gasabsatz um 19,1 Prozent auf 7,2 TWh (8,9).

“Vattenfall verzeichnet im 2. Quartal ein niedrigeres Betriebsergebnis. Dies ist in erster Linie auf die Entscheidung der deutschen Bundesregierung zum Ausstieg aus der Kernenergie zurückzuführen, aber wir konnten auch nicht die hohen Erzeugungs- und Verkaufsvolumina des Vorjahresquartals erzielen“, sagt Øystein Løseth, Vorstandsvorsitzender von Vattenfall. “Infolge des Beschlusses der deutschen Bundesregierung zum Ausstieg aus der Kernenergie ist Vattenfall gezwungen, Abschreibungen am Buchwert der beiden Anlagen in Deutschland vorzunehmen und die Rückstellungen zu erhöhen. Das führt zu hohen Einmalkosten, die das Betriebsergebnis im 2. Quartal belasten.
Vattenfall respektiert die Entscheidung des Deutschen Bundestags, erwartet aber einen fairen Ausgleich für seine finanziellen Verluste. Der Kernenergieausstieg wird den Umbau zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland beschleunigen. Wir sehen hier Chancen für unser Geschäft und haben die Absicht, diesen Umbau mit der Entwicklung neuer Projekte aktiv mitzugestalten. Die niedrigeren Erzeugungs- und Verkaufsvolumina von Strom, Gas und Wärme sowie die geringeren durchschnittlichen Preise aufgrund von Währungseffekten belasten das Betriebsergebnis etwa um 3,6 Mrd. SEK.”

Vattenfall veröffentlicht die hier enthaltenen Informationen gemäß dem schwedischen Wertpapiermarktgesetz.

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