Pressemeldungen | 22-11-2012 | 16:00 PM

Baumaßnahmen in Berlin-Mitte erfordern Umlegung von zwei Fernwärmeleitungen

Ab Freitag, 23. November 2012, 18 Uhr muss Vattenfall zwei Fernwärmeleitungen in Berlin-Mitte umlegen: Zum einen wird im Rahmen einer Baumaßnahme des Berliner Senates die Straßenbahnlinie vom Nordbahnhof zum Hauptbahnhof verlängert. Dafür sind in der Invalidenstraße 200 Meter Fernwärmeleitung umzulegen, die sich unter dem geplanten Gleisbett befinden. Zum anderen erfolgt unterirdisch der Neubau einer S-Bahnlinie am Hauptbahnhof. Über dieser geplanten Baumaßnahme liegt eine Fernwärmeleitung. Vattenfall verlegt sie für die Dauer der Baumaßnahme auf einer Länge von 280 Metern als provisorische Freileitung.  

Zur Umlegung der Wärmetrassen ist eine kurzfristige Fernwärme-Abschaltung von Freitag 18 Uhr bis Samstag 14 Uhr rund um die Invalidenstraße in der Nähe des Hauptbahnhofes erforderlich. Beide Leitungsstrecken versorgen dieselben Kunden. Daher sind die Umlegungsarbeiten so koordiniert worden, dass sie zur selben Zeit beginnen, damit die Kunden nur einmal für wenige Stunden von der Fernwärme getrennt werden. Die Umschaltungen erfolgen nachts und am Wochenende, weil der Wärmebedarf der angeschlossenen Gebäude zu dieser Zeit am geringsten ist. Dies betrifft das Bundesministerium für Wirtschaft, das Sozialgericht Berlin, die Hauptverwaltung von Total, den Hauptbahnhof sowie das Museum für Gegenwartskunst und das Hotel Meininger. Hotel und Museum erhalten für diesen Zeitraum eine Ersatzversorgung. Alle Kunden sind direkt informiert worden. Die Warmwasserspeicher in den fernwärmeversorgten Gebäuden sorgen dafür, dass eine Versorgungsunterbrechung über den Zeitraum von wenigen Stunden kaum wahrgenommen wird.  

Berliner Fernwärme wird in Form von heißem Wasser über ein Leitungssystem mit rund 1.700 km Trassenlänge transportiert. Es fließt in einem Kreislauf vom Heizkraftwerk zum Kunden und zurück. Neun Heizkraftwerke speisen ihre Wärme in ein so genanntes Verbundnetz ein. Dies macht die Fernwärme-Versorgung in Berlin besonders sicher: Fällt die Wärmelieferung aus einem Heizkraftwerk aus, kann dies durch Wärme aus anderen Heizkraftwerken im gemeinsamen Wärmenetz ausgeglichen werden. Alle Heizkraftwerke arbeiten nach dem umweltschonenden Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), bei dem Strom und Wärme in einem Prozess erzeugt werden. Durch die optimale Ausnutzung von KWK werden in Berlin jährlich Brennstoffe eingespart, die einem Äquivalent von rund 530 Millionen Litern Heizöl entsprechen. Rund eine Million Berliner Wohneinheiten sind mit umweltfreundlicher Fernwärme beheizt.    

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:  

Steffen Herrmann, Vattenfall GmbH, Pressesprecher, Media Relations Germany Telefon 030 8182 2321, Fax 030 8182 2315, steffen.herrmann@vattenfall.de