Pressemeldungen | 06-12-2010 | 10:00 AM

Bedarf an Lausitzer Braunkohle steigt

Bei Barbarafeier in Cottbus unterstreicht Vattenfall die Notwendigkeit für ein rasches und praktikables CCS-Gesetz

Der Bedarf an Braunkohle aus der Lausitz steigt. Bis zum Ende dieses Jahres wird mit einer Gesamtförderung von 56,9 Millionen Tonnen gerechnet, nach 55,7 Millionen Tonnen in 2009. Der Trend soll sich nach bisherigen Berechnungen fortsetzen: Im Jahr 2011 könnten im Lausitzer Revier rund 60 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert werden.  

Ein leichter Anstieg ist auch bei der Stromerzeugung zu verzeichnen. In den von Cottbus aus gesteuerten Vattenfall Kraftwerken werden 2010 voraussichtlich rund 57,7 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugt. Das sind 2,1 Milliarden kWh (3,6 Prozent) mehr als 2009. Allein die drei Lausitzer Braunkohlenkraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg werden – so die Prognose – rund 45,2 Milliarden kWh beisteuern. Diese Strommenge entspricht dem Jahresverbrauch von rund 12,9 Millionen Haushalten.

„Wir sehen einen Bedarf an Braunkohleverstromung. Gleichzeitig sehen wir auch einen Bedarf an effektivem Klimaschutz. Um beide zu decken, arbeiten wir an CCS. Dabei ist CCS eine Schlüsseltechnologie nicht nur für die Lausitz, nicht nur für Deutschland und auch nicht nur für die Energiewirtschaft. Darum ist es wichtig, dass die Bundesregierung ihre Hausaufgaben macht und endlich ein vernünftiges CCS-Gesetz verabschiedet“, sagt Dr. Hartmuth Zeiß, Vorstandsvorsitzender von Vattenfall Europe Mining & Generation. Das Unternehmen feierte am Montagabend in der Cottbuser Stadthalle mit rund 1.000 Mitarbeitern und Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den Barbaratag. Die heilige Barbara gilt als Schutzpatronin der Bergleute.

Die Veredlung wird die sehr guten Zahlen des Vorjahres wohl nochmals übertreffen. So werden 2010 voraussichtlich 1,7 Millionen Tonnen Veredlungsprodukte wie Briketts, Braunkohlenstaub und Wirbelschichtkohle abgesetzt. Im Vorjahr waren es rund 1,6 Millionen Tonnen. Somit ist in diesem Bereich ein Plus von sechs Prozent zu verzeichnen.

Vattenfall investiert in klimafreundliche Stromerzeugung

Die Abscheidung von CO2 aus dem Kraftwerksrauchgas ist für das Unternehmen ein wichtiges Thema: So soll der Oxyfuel-Block des Demonstrationsprojekts in Jänschwalde nach modifiziertem Konzept mit 36 Prozent einen Wirkungsgrad erreichen, der über dem der bestehenden Jänschwalder Kraftwerksblöcke liegt. Das Investitionsvolumen des Demonstrationsprojekts liegt bei rund 1,5 Milliarden Euro. Weitaus kleiner, aber ebenfalls interessant ist ein Forschungsprojekt von Vattenfall und GMB GmbH am Standort Senftenberg. Dies klärt, welchen Beitrag Mikroalgen zur CO2-Minderung leisten können.

Vattenfall betreibt in der Lausitz fünf aktive Tagebaue, davon drei in Brandenburg: Cottbus-Nord, Jänschwalde und Welzow-Süd. In Sachsen betreibt das Unternehmen den Tagebau Nochten. Der Tagebau Reichwalde wird im kommenden Jahr die Förderung mit voller Leistung aufnehmen, nachdem bereits in diesem Jahr die Förderbrücke F 60 wieder in Betrieb genommen wurde. Erste Funktionsproben an der Kohlebandanlage werden noch in diesem Jahr  stattfinden. Rund um Tagebaue, Kraftwerke und zugehöriger Verwaltung arbeiten rund 7.500 Menschen direkt bei Vattenfall in der brandenburgischen und sächsischen Lausitz.

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Ralf Krüger
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